Das Trockene AugeFebruar / 2015

Mehr als 10% aller Erwachsenen leiden unter trockenen Augen - Zusätzliche Belastung im Winter durch trockene Heizungsluft

Brennen, Tränen, Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl, dies sind nur einige Symptome für das sogenannte „Trockene Auge“, einer Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Die Ursachen sind vielfältig: Neben Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma sowie der Einnahme bestimmter Medikamente, sind vor allem umweltbedingte Einflüsse wie Klimaanlagen, intensive Arbeit vor Computerbildschirmen oder trockene Heizungsluft die häufigsten Auslöser dieser weit verbreiteten Krankheit. Trockene Augen stellen nicht selten die Ursache dafür dar, dass nach jahrelangem Tragen Kontaktlinsen nicht mehr toleriert werden können.
 
Was kann man tun?
VSDAR-Präsidentin Dr. med. Stefanie Schmickler rät dringend, einen Augenarzt aufzusuchen, schon um ernsthafte Augenerkrankungen, die meist ähnliche Anzeichen haben, auszuschließen. Ist die Diagnose gestellt, gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. In der Regel werden spezielle Augentropfen als Tränenersatzmittel verabreicht. Da sich die zahlreich auf dem Markt befindlichen Präparate in Zusammensetzung und Konzentration unterscheiden, sollte auch hier nur der Arzt entscheiden, welches Mittel im Einzelfall Anwendung findet. Kontaktlinsenträger können sich darüber hinaus beraten lassen, ob ihre bestehende Fehlsichtigkeit ggf. durch eine Operation bleibend korrigiert werden kann und somit das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille überflüssig wird. Eine Augenlaser- oder Linsenoperation heilt das trockene Auge zwar nicht, kann aber langfristig durch Beseitigung des Reizes zur Beruhigung und Besserung der Symptomatik beitragen.
 
Verhaltenstipps bei trockenen Augen
Neben der medikamentösen Behandlung können Betroffene durch einfache Verhaltensregeln im Alltag auch selbst einiges tun: Im Winter Räume regelmäßig lüften und auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, Zugluft vermeiden, bei der Arbeit am Bildschirm immer wieder Pausen einlegen und öfter mal ganz bewusst blinzeln. Ebenso sollte auf verträgliche Kosmetikprodukte geachtet werden, da diese den Tränenfilm irritieren können. Auch in diesen Punkten steht der Augenarzt Betroffenen mit wichtigen Tipps beratend zur Seite.

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