Gut Sehen auch im AlterJanuar / 2015

Chancen und Risiken moderner Trifokal- bzw. Multifokallinsen

Nachdem sich Augenlaserverfahren nicht zur operativen Korrektur der Alterssichtigkeit durchgesetzt haben, scheinen nun moderne Multifokallinsen, die sogenannten Trifkokal-Linsen, viel versprechende Ergebnisse zu liefern. 
Multifokallinsen stellen eine Option für Patienten dar, die neben einem Sehfehler auch die Altersweitsichtigkeit korrigiert haben möchten.
 
Mit der konventionellen Multifokallinse kann man in zwei Entfernungen „scharf“ sehen: in der Ferne und bei einem Nahbrennpunkt in Abhängigkeit um die 40 Zentimeter. Der Bereich am Computer, bei dem man mit einem Abstand von ca. 65 Zentimeter liest, bereitet mit  konventionellen Multifokallinsen daher noch Probleme. Hier sind Trifokallinsen, die einen dritten Brennpunkt für den Zwischenbereich wie für den Computer haben, eine hervorragende Lösung. Leider verursachen auch sie – wenn auch deutlich weniger – Blendphänomene bei Nacht. 
 
Eine weitere Innovation stellen Linsen mit dem EDF-Design dar. EDF steht für „enhanced depth of focus“. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Tiefenschärfe, erreichen hiermit aber in der Nähe nur eine Sehleistung bis ca. 50 Prozent, was in vielen Fällen doch wiederum eine Lesebrille erfordert. Jenseits der 60 Zentimeter - wie im Computerbereich - bereiten sie eine gute Sicht und haben keine weiteren Nebenwirkungen.
 
Im Gegensatz zu den Laserverfahren können Multifokallinsen im Alter ein scharfes Sehen in allen Entfernungen ohne Brille ermöglichen. Da Multifokallinsen den Austausch der menschlichen Linsen verlangen, werden sie meist erst implantiert, wenn schon eine Altersweitsichtigkeit vorliegt, der Patient nachts nicht viel Auto fährt und, als oberstes Ziel, die Brillenfreiheit in Ferne als auch Nähe hat. Risiken gibt es prinzipiell bei allen operativen Eingriffen, auch wenn diese heute minimiert worden sind. Dies sollte immer in einem persönlichen Arzt-Patientengespräch abgewogen werden.

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