Überarbeitete KRC-Richtlinien berücksichtigen auch neue VerfahrenSeptember / 2014

Kommission Refraktive Chirurgie aktualisiert Richtlinien zur operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit

Die aktualisierten Richtlinien der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) berücksichtigen u.a. auch neue Operationsverfahren wie SMILE. Darauf macht das FreeVis LASIK-Zentrum am Universitätsklinikum Mannheim unter der Leitung von Professor Dr. med. Michael Knorz aufmerksam. Die KRC ist eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. Die Kommission ist vor allem als Herausgeber der sogenannten "Anwenderlisten" bekannt, auf denen niedergelassene Augenchirurgen und Augenkliniken geführt werden, die sich freiwillig bereit erklärt haben, die Richtlinien der KRC zur Qualitätssicherung einzuhalten und ihre Patienten gemäß dieser Richtlinien zu behandeln. Anfang des Jahres hat die KRC die Richtlinien neu herausgegeben. Die Änderungen spiegeln auch die Weiterentwicklung der refraktiv-chirurgischen Verfahren wider, betont Knorz, der die wichtigsten Updates zusammenfasst:

1. Voruntersuchung und Operation nicht mehr am gleichen Tag zulässig: Sowohl die Voruntersuchung als auch die Aufklärung müssen durch einen Facharzt der Augenheilkunde durchgeführt werden. Gleiches gilt für die Entscheidung, welche Operation - beispielsweise eine Femto-LASIK oder der Einsatz einer phaken Linse - durchgeführt wird. Außerdem muss das Aufklärungsgespräch bereits vor dem OP-Tag erfolgen, um eine ausreichende Bedenkzeit zu gewährleisten.

2. Neue Bewertung für die SMILE-Augenlaserbehandlung. Das SMILE-Verfahren (auch unter der Bezeichnung intrastromale Lentikelextraktion, ReLEx smile oder FLEX bekannt) wurde weitgehend der LASIK beziehungsweise PRK gleichgestellt. Als Anwendungsbereich wurde die Korrektur der Kurzsichtigkeit von -3 bis -8 dpt und die Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis -5 dpt festgelegt.

3. Keine simultane Linsenoperation: Aufgrund des erhöhten Operationsrisikos einer Augeninfektion rät die KRC ausdrücklich von der beidseitigen Implantation phaker Linsen bzw. von der Durchführung eines beidseitigen refraktiven Linsenaustauschs am gleichen Tag ab.


Professor Dr. med. Michael Knorz ist Mitglied der KRC und wissenschaftlicher Beirat des VSDAR. Er führte 1993 die LASIK in Deutschland ein und war in den letzten 20 Jahren maßgeblich an der Einführung innovativer Operationsverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit beteiligt.

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