Welches Verfahren ist das Richtige für mich?07.12.2014

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Frage

Ich habe mir die Mühe gemacht und habe mir die Augenklinken bzw. Zentren in Hamburg angeschaut.

Zumindest sind sich alle einig, dass ich für die OP geeignet bin. Was sich noch herausgestellt hat ist, dass ich eine sehr ausgeprägte "map" habe, also Berg- und Talfahrt. Meine Werte liegen bei ca -6,5 -2,5 Zyl.

Welches Verfahren ist nun das Richtige für mich?

Mir wird angeboten das ReLEx Verfahren sowie Lasik und Femto-Lasik.

Beim Femto-Lasik (Wellenfront) wird mir gesagt, dass dieses sehr schonend fürs Auge ist und dass der Flap mittels Mikrokeratom risikoreicher sei. Die Vertreter des Mikrokeratom (auch Wellenfront Lasik) behaupten hingegen, dass durch das Auflegen der Scheibe zu viel Druck auf das Auge ausgeübt wird und zudem wird durch den Femtolaser auch die Hornhaut stärker belastet. Ein sauerer Schnitt sei hier sicherer.

Nun bin ich ziemlich verunsichert und hoffe hier Antworten zu finden.

 

Vielen Dank!

Peter

Antwort

Sehr geehrter Herr Peter,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bei den von Ihnen genannten Werten wären voraussichtlich alle 3 Laser-Behandlungsverfahren möglich, sofern Ihre Hornhautdicke und -beschaffenheit regulär und ausreichend ist.

Je ausgereifter die Technik, desto sicherer und gewebeschonender ist der Eingriff. Die Mikrokeratom-LASIK ist das ältestes LASIK-Verfahren und hat aufgrund der mechanischen Schnittführung das grösste Risiko einer möglichen Komplikation. Daher wurde die Femto-LASIK entwickelt, die mehr Sicherheit bietet, da der Schnitt selbst auch durch einen Laser erfolgt. Das derzeit sicherste und gewebeschonendste Verfahren ist die ReLEs smile-Behandlung, da hier nur eine vergleichsweise kleine Inzision an der Hornhaut erfolgt. Letztendlich ist es eine Preisfrage, da i.d.R. diese Verfahren unterschiedlich teuer sind.

Falsch ist dagegen die Aussage, dass bei einer Femto-LASIK ein höherer Druck durch die Ansaugung erzeugt wird, als bei einer Mikrokeratom-LASIK. Bei allen diesen Verfahren ist die Ansaugung mittels eines Saugrings erforderlich, um das Auge zu fixieren. D.h. kurzfristig wird ein erhöhter Druck auf das Auge ausgeübt, so das es zu einem kurzfristigen Anstieg des Augeninnendrucks kommt. Bei Glaukom-Patienten (die also schon unter einem erhöhten Augeninnendruck leiden) muss man das im Vorfeld zu einem solchen Eingriff berücksichtigen. Auf die Hornhaut selbst hat es keinen Einfluss.

Eine eindeutige Empfehlung für eines dieser Verfahren können wir Ihnen nicht geben, da alle diese Verfahren in der Hand eines erfahrenen Augenoperateurs sicher ausgeführt werden können.

Ideal wäre ein Anbieter, der alle drei Verfahren anbietet, da erfahrungsgemäss Ärzte/Kliniken/Praxen, die z.B. nur eines dieser Verfahren anbieten können, dann auch nur dieses Verfahren besonders empfehlen.

 

Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

VSDAR e.V.

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