Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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KAMRA Inlay
Ging aus dem AcuFocus Hornhautimplantat hervor. Hauchdünne "Mini-Blende" von gerade mal 5 µm Dicke, die in die Hornhaut des Auges eingesetzt wird. Ziel des Inlays ist es, die Abhängigkeit von der Lesebrille weitgehend zu reduzieren. Siehe auch Presbyopiekorrektur. Weitere Informationen.

Katarakt
Auch Cataract, Grauer Star. Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse.

Keratektasie / Keratectasie
Vorwölbung der Hornhaut, die eine mäßige bis erhebliche Verschlechterung des Sehvermögens zur Folge hat, da es zu einer verzerrten Abbildung der Umwelt kommt. Eine Keratektasie kann als extrem seltene Komplikation nach einer LASIK-Operation auftreten. Laut der wissenschaftlichen Literatur wurden weltweit nur 43 Fälle beschrieben, von denen 88% durch eine sorgsame Diagnostik (z.B. Ausschluß einer genetisch bedingten Hornhautschwäche) und verantwortungsvoller Behandlung (Beachten einer ausreichenden Restdicke der Hornhaut nach dem Lasern) vermeidbar gewesen wären.

Keratokonus
"Hornhautkegel", kegelförmige Vorwölbung der Mitte der Augenhornhaut bei gleichzeitiger Verdünnung des Gewebes, die zu einem Brechungsfehler (Kurzsichtigkeit, irregulärer Astigmatismus) führt und mit Trübung in der Hornhautspitze verbunden sein kann. Ursache ist meist eine erbliche Entwicklungsstörung. Die Behandlung erfolgt durch spezielle Kontaktlinsen oder operativ. Weitere Informationen.

Keratom
Automatischer Präzisionshobel, mit dem bei der LASIK das Hornhautscheibchen zu 90% eingeschnitten (Flap) wird. Seit 2004 gibt es neben dem mechanischen Keratom (Mikrokeratom) auch ein Laserkeratom, den Femtosekundenlaser.

Keratomileusis
Von José I. Barraquer (1916-1998) geprägter Begriff. Er führte 1964 erstmals im Hornhautzentrum eine Exzision von cornealem Stromagewebe durch, um eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Von da nutzte er an den Begriff "Keratomileusis" für Techniken, bei denen lamellär Hornhautgewebe entfernt wurde um die Hornhautkurvatur und damit die Brechkraft zu ändern. Seine Arbeit legte den Grundstein für das heute angewendete LASIK-Verfahren, er wird heute vielfach als Vater der refraktiven Chirurgie bezeichnet.

Konduktive Keratoplastie
Alternative zur gängigen Lesehilfe, bei der das zentrale Hornhautgewebe mittels elektromagnetischer Wellen behandelt. Siehe auch Presbyopiekorrektur. Weitere Informationen.

Kontraindikation
Im medizinischen Sinne: Voraussetzungen, die einen bestimmten Eingriff/eine Behandlung verbieten.

Kunstlinse
Linse aus PMMA oder Silikon, die zur Korrektur eines Brechkraftfehlers in das Auge implantiert wird. Am häufigsten eingesetzt bei der Operation des Grauen Stars, bei der die körpereigene, trübe Augenlinse entfernt wird. Aber auch als zusätzliche Linse kann man damit hohe Brechkraftfehler korrigieren. Je nach Lokalisation unterscheidet man Vorderkammerlinsen und Hinterkammerlinsen.

Kurzsichtigkeit
Auch Myopie. Meist ist das Auge zu lang gewachsen. Der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen liegt daher nicht auf, sondern vor der Netzhaut. In der Nähe sieht man scharf, etwas weiter entfernte Gegenstände können jedoch nur verschwommen erkannt werden.

 
 
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