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Für Patienten mit hoher bis sehr hoher Fehlsichtigkeit bietet die Implantation einer zusätzlichen Intraokularlinse eine Möglichkeit, die Fehlsichtigkeit zu reduzieren bzw. zu korrigieren. Da die körpereigene Linse beibehalten wird, bleibt - soweit keine Alterssichtigkeit vorliegt - die Fähigkeit zur Naheinstellung (Akkomodation) erhalten.
Indikation
— Weitsichtigkeit von ca. +3 bis ca. +8 dpt.
— Kurzsichtigkeit von ca. -10 bis ca. -20 dpt.
— Hornhautverkrümmung
-1,5 bis -6 dpt in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit
Eigenschaften
— Gute Vorhersagbarkeit des Ergebnisses.
— Die Korrektur findet in der optischen Achse zwischen Linse und Iris statt.
— Schnelle Rehabilitationszeit.
— Der Effekt ist reversibel - die Linse kann wieder entfernt werden.
— Eine Nachkorrektur ist durch Austausch der Linse möglich.
— Operation erfolgt meist ambulant.
— Beide Augen werden im Abstand von ein bis zwei Wochen operiert.
Linsenimplantate
Linsen, die zusätzlich zur körpereigenen Linse implantiert werden, bezeichnet man als "phake Linsen". ( Phakos (griechisch) ist die Linse).
Man unterscheidet nach ihrer Lage im Auge zwischen Vorderkammerlinsen und Hinterkammerlinsen.
Darüber hinaus gibt es von beiden Linsentypen Varianten, die zusätzlich zur Kurz- oder Weitsichtigkeit eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Diese Linsen werden als torische oder sphäro-torische Linsen bezeichnet.
Operation
Die Operation wird unter örtlicher Betäubung und unter sterilen Bedingungen durchgeführt und dauert ca. 20 Minuten.
| Implantation einer ICL (implantable contact lens)-Hinterkammerlinse |
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Zum Operationsbeginn wird die Pupille medikamentös erweitert. Zur Implantation der Linse wird das Auge am Rand der Hornhaut je nach Linsentyp ca. 3 - 5 mm geöffnet. Durch die Öffnung wird ein spezielles Gerät in das Auge geführt, über welches die gefaltete Linse ins Auge injiziert wird. |
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Die Linse entfaltet sich langsam im Auge. Mit Instrumenten wird die Linsenhalterung vorsichtig hinter die Regebogenhaut geschoben. Die Linse liegt somit hinter der Regenbogenhaut und vor der körpereigenen Linse. |
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Wird jetzt die Pupille verengt (nicht im Bild dargestellt), verdeckt die Regenbogenhaut einen Großteil des Implantates.
Da die Öffnung am Hornhautrand so präpariert wurde, dass sie sich am Ende der Operation von selbst verschließt, muss in der Regel nicht genäht werden. |
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| Implantation einer Vorderkammerlinse |
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Der Operationsablauf unterscheidet sich nur in der Positionierung des Implantates: Die Vorderkammerlinse wird vorn an der Regenbogenhaut befestigt. Die Pupille ist daher zur Operation nicht weitgestellt. |
Weitere Informationen
— Linsen helfen bei hoher Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit
— Fehlsichtigkeit - nicht nur LASIK kann helfen |
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