Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Teil 1: Die Femto-LASIK als innovativstes Verfahren

 

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Wir stellen Ihnen in den nächsten Monaten unter dem Motto "Fehlsichtigkeit - nicht nur LASIK kann helfen" die einzelnen Verfahren mit ihren entsprechenden Einsatzkriterien vor. [Übersicht]

Während des XXII. Kongresses der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) im Herbst 2004 wurde bereits über erste Erfahrungen mit dem erst seit kurzem in Europa verfügbaren Femtosekundenlaser berichtet. Der Femtosekundenlaser (siehe VSDAR-Newsletter vom September 2004) wird in der ersten Phase der LASIK-Operation zur Präparation des Hornhautdeckelchens eingesetzt - er ersetzt das mechanische Präzisionsskalpell (Mikrokeratom).
Der eigentliche Hornhautabtrag, über den die Fehlsichtigkeit korrigiert wird, erfolgt nach wie vor mit dem Excimer Laser.

Die französische Augenärztin Dr. Albou-Ganem betonte in ihrem Femto-LASIK-Vortrag, dass - obwohl die Flap-Präparation mit dem mechanischen Mikrokeratom als sicher gilt - durch den Einsatz des Femtosekundenlaser potentiell auftretenden schnittbedingten Komplikationen vorgebeugt wird. Unregelmäßige Schnitte, die in zu dünnen, zu großen oder meniskusförmigen Hornhautlamellen resultieren, traten bei Einsatz des Femtosekundenlasers nicht mehr auf. Ebenso wurden keine unvollständigen oder abgetrennten Flaps bzw. sogenannte button-holes (Flap mit zentralem Loch) beobachtet. Darüber hinaus berichtete die Ärztin, dass bei ihren Patienten postoperativ weniger Epitheldefekte und "Falten im Flap" sowie seltener "trockene Augen" auftraten. Dr. Albou-Ganem wies ausserdem daraufhin, dass der mit dem Laser geschnittene Flap eine sehr glatte Oberfläche aufweist, was wiederum die Wahrscheinlichkeit induzierter Astigmatismen oder Aberrationen verringert. Auch der Hornhautabtrag mit dem Excimer Laser scheint unter günstigerem Vorzeichen zu stehen: Da das Hornhautbett trocken ist, kann die Ablation nicht durch Spülflüssigkeit beeinträchtigt werden.

Diese überaus positiven Ergebnisse werden durch eine Studie aus der alz augenklink münchen bestätigt, die während der Augenärztlichen Akademie Deutschlands im März 2005 von Prof. Dr. Thomas Neuhann, Vize-Präsident des VSDAR, vorgetragen wurden. Die alz augenklinik verfügt seit November 2004 über einen Femtosekundenlaser und hat in den ersten 6 Wochen bereits über 100 Femto-LASIK-Behandlungen durchgeführt. Die Ergebnisse 4 Wochen nach der Operation zeigen, dass 89% der Patienten bei ± 0,5 Dioptrien in der Sphäre und 87% ± 0,5 Dioptrien im Zylinder liegen. Alle Patienten (100%) liegen sowohl in der Sphäre als auch im Zylinder innerhalb von ± 1 Diotprie. Die alz augenklinik führt diese sehr guten Ergebnisse auf den Femtosekundenlaser, den verwendeten asphärischen gewebe-schonenenden Algorithmus beim Hornhautabtrag und den statisch/dynamischen 4D Rotationseyetracker zurück. Bezüglich Flappräparation mit dem Femtosekundenlaser konnte anhand pachymetrischer Messungen gezeigt werden, dass alle Flaps etwas dicker (also sicherer) und mit einer minimalen Standardabweichung von nur 14µm (also genauer) geschnitten wurden. Damit arbeitet der Femtosekundenlaser wesentlich akurater als die gängigen Mikrokeratome.

Fazit:
Die moderne Femto-LASIK ist ein sehr sicheres und sehr präzises Verfahren.
Sie spricht insbesonders Patienten an, die Angst vor dem mechanischen Einschneiden der Hornhaut mit dem "Messer" haben. Die FEMTO-LASIK ist als "Nur-Laser"-Behandlung wesentlich schonender und sicherer, da das Gewebe der Hornhaut mechanisch nicht belastet wird und die "Flapdicke" besser vorhergesagt werden kann. Nun können zum Beispiel auch Patienten mit dünner Hornhaut behandelt werden, denen man vorher von einer LASIK abraten musste.

 
 
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