Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Teil 2: Die PRK, LASEK und Epi-LASIK

 

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In diesem Monat setzen wir unsere Serie "Fehlsichtigkeit - nicht nur LASIK kann helfen" fort.
Eine Übersicht über die vorzustellenden Verfahren finden Sie hier.

Die PRK oder Photoablative Refraktive Keratektomie ist das älteste Laserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit. Bei der PRK wird die Deckschicht der Hornhaut (Epithel) mit einem Messer abgekratzt. Die Brechkraft wird dann durch Lasern direkt an der Oberfläche der zentralen Hornhaut verändert. Zum Vergleich: Bei der LASIK wird vor dem Lasern ein Hornhautdeckel präpariert und dieser wird aufgeklappt. Der Laserabtrag erfolgt damit nicht an der Hornhautoberfläche sondern im Inneren der Hornhaut.

Die PRK wird zur Behandlung einer Kurzsichtigkeit bis -6 dpt. und einer Hornhautverkrümmung bis ca. 3 dpt. (Eine Weitsichtigkeit sollte mittels LASIK behandelt werden.) In diesem Anwendungsbereich besteht eine gute Vorhersagbarkeit des postoperativen Ergebnisses. Nachteil der PRK ist der anfängliche Wundschmerz, der bis zur Regeneration der obersten Hornhautschicht 3-4 Tage anhalten kann. Das Tragen einer therapeutischen Kontaktlinse kann hier Linderung schaffen. Außerdem kommt es in der Regel innerhalb von 4 bis 6 Wochen noch zu Sehschwankungen. Wie eine aktuelle Studie aus dem Journal of Refractive Surgery (J Refract Surg 2004;20:110-115) zeigt, sind die Langzeitergebnisse nach PRK stabil und durchaus mit der LASIK vergleichbar.

Die PRK wurde im Laufe der letzten Jahre zur LASEK und Epi-LASIK weiterentwickelt:

Bei der LASEK wird die Deckschicht der Hornhaut (Epithel) mit Alkohol gelöst und als ganzes abgehoben. Danach erfolgt der Hornhautabtrag mit dem Laser. Im Anschluß daran wird das Epithel als körpereigener Wundverband wieder auf auf die Hornhaut gelegt. Obwohl das Epithel nicht mehr anwächst und vollständig erneuert werden muß, werden durch dieses Vorgehen die postoperativen Beschwerden deutlich gemindert.

Die Epi-LASIK ist die automatisierte Variante der LASEK: Sie nutzt ein Mikrokeratom mit stumpfer Kunststoffklinge um das Epithel schonend beiseite zu schieben. Nach dem Laserabtrag an der Oberfläche wird es ebenfalls zur Abdeckung der Wunde verwendet.

Die LASEK und Epi-LASIK bieten vor allem für die Patienten eine Alternative, bei denen aufgrund einer nicht ausreichend dicken Hornhaut das LASIK-Verfahren nicht angewendet werden kann. Die LASEK/Epi-LASIK/PRK ist ein Verfahren, mit dem bei initial etwas höherem Diskomfort langfristig vergleichbar gute Ergebnisse erzielt werden können.

 
 
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