Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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München, 10. Mai 2007 – Mit dem Flugzeug nach Istanbul und sich zum Schnäppchenpreis die Augen operieren lassen, Stadtrundfahrt inklusive. Das böse Erwachen kommt dann oft früher als gedacht. Der Patiententourismus boomt, ausländische Kliniken locken mit günstigen Preisen. Doch die Risiken eines solchen Eingriffs
sind im Ausland weitaus höher als in Deutschland, wie in der Reportage von ZDF-Reporter Andreas Ewels am 9. Mai 2007 im Fernsehen zu sehen war.

Viele Patienten müssen sich in Deutschland einer Nachoperation unterziehen, manche gar um Ihr Augenlicht fürchten. „Das Problem von Auslandsoperationen ist, dass die lokalen Ärzte den Patienten immer nur die Standards des jeweiligen Landes schulden, nicht die deutschen“, gibt Prof. Neuhann, Präsident des Verbandes der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR) zu bedenken.
Und die sind nicht immer sehr hoch, wie selbst türkische Veröffentlichungen belegen. Hier wurden Infektionsraten von bis zu 12,5% in türkischen Kliniken nachgewiesen1. Noch katastrophaler sieht es bei der Erfolgsquote aus: Eine Studie der Universität Ankara belegt für eine Sehschärfe von 100% nach einer LASIK-OP eine Erfolgsrate von gerade mal 10%2.

Da wird die Reise schnell zum Horrortrip und das vermeintlich billige Angebot mit all
seinen Folgekosten zur teuren Angelegenheit."Für Patienten wird es immer schwieriger, sich im Dschungel der Angebote und Versprechungen zu orientieren, doch gerade hier
ist Nachweisbarkeit von Qualität von größter Bedeutung“, so Neuhann. Für Interessierte gibt es in Deutschland seit letztem Jahr eine neue Orientierungshilfe, den „LASIK-TÜV“, den der „TÜV Süd Management Service“ auf Initiative des VSDAR zusammen mit der
Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) entwickelt hat. Das blaue Siegel signalisiert dem Patienten, dass hier höchste Standards hinsichtlich Sicherheit und Qualität gelten. Auf dem Prüfstand stehen über die ISO9001:2000 hinaus Dienstleistung, Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter und Ärzte, die technische Ausstattung und Hygiene-Standards der Einrichtung sowie deren Behandlungsergebnisse und die Patientenzufriedenheit. Prof. Neuhann: „Nicht alle guten LASIK Kliniken sind derzeit LASIK-TÜV zertifiziert, wer aber bereits zertifiziert ist, hat bewiesen, dass er zu den Besten seines Fachs gehört.“ Wissenswertes zum Thema „LASIK-TÜV“ findet man im Internet unter www.lasik-tuev.de.

Quellen:
1 Infect Control Hosp Epidemiol. 2000 Aug;21(8):534-6.
2 J Refract Surg. 2003 Mar-Apr;19(2):124-30.

 
 
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