Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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LASIK sicherer als Kontaktlinsen?
Eine Studie der Oregon Health & Science University/USA stellte fest, dass Kontaktlinsenträger einem höheren Risiko für eine permanenten Sehverschlechterung unterliegen als Patienten nach refraktiver Laserchirurgie. Das Risiko, im Laufe des Lebens an einer bakteriellen Infektion der Hornhaut zu erkranken, liegt bei Kontaktlinsenträger bei 1:100. Unzureichende Kontaktlinsenhygiene oder zu langes Tragen der Linsen erhöhen das Risiko weiter. Eine bakterielle Infektion kann zur bleibenden Sehverschlechterung und schlimmstenfalls zum Verlust des betroffenen Auges führen. Im Gegensatz dazu besteht, basierend auf den Ergebnissen von insgesamt 50.000 LASIK-Patienten, das Risiko, nach der Operation um 10% schlechter zu sehen als davor nur 1 : 1.025.

Quelle: WD. Mathers; FW. Fraunfelder; LF. Rich: Risk of Lasik Surgery vs Contact Lenses. Arch Ophthalmol, Oct 2006; 124: 1510 - 1511.


Ergebnisse nach LASIK und LASEK unterscheiden sich nicht

Basierend auf einer Analyse von über 2.000 mit LASIK oder LASEK operierten Augen gibt eine Studie aus der Universität von Illinois in Chicago an, dass beide Augenlaser-Verfahren für die Korrektur der niedrigen bis mittleren Kurzsichtigkeit sicher, effizient und im die postoperativen Ergebnisse gut vorhersagbar sind. Ähnliche Studien hatten bereits bestätigt, dass sich postoperative Ergebnisse nach LASIK und LASEK auch im Langzeitverlauf nicht unterscheiden. Die LASEK kann auch bei Patienten angewendet werden, deren Hornhaut für die LASIK zu dünn ist.

Quelle: Tobaigy FM, Ghanem RC, Sayegh RR, Hallak JA, Azar DT.: A control-matched comparison of laser epithelial keratomileusis and laser in situ keratomileusis for low to moderate myopia. Am J Ophthalmol. 2006 Dec; 142(6):901-8. Epub 2006 Sep 8.


Gewebeimplantate als LASIK-Konkurrent?

Forscher in Canada arbeiten an der Entwicklung von oberflächlichen Hornhautimplantaten (corneal onlays), die aus mittels Gentechnologie produziertem humanen Kollagen bestehen. Zur Implantation dieser scheibchenförmigen Gewebepartikel wird die oberste Hornhautschicht, das Epithel, entfernt. Die Implantate, werden dann auf die Hornhaut aufgesetzt und dort fixiert, bis sich das Epithel regeneriert hat. Das Verfahren wäre damit non-invasiv und reversible und könnte möglicherweise auch höhere Fehlsichtigkeiten korrigen. Ein Problem stellt jedoch noch die Fixation des Implantates dar: Es darf in dem Zeitraum von ca. einer Woche, in dem sich das Epithel darüber schließt, nicht verrutschen.

Quelle: C Guttman: Bioengineered tissue onlay holds promise for refractive correction. [PDF]


 
 
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