Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Der Argon Laser zur Behandlung von Netzhauterkrankungen

 

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Der Argon Ionen Laser ist ein Gas-Laser, dessen Lasermedium aus dem ionisierten Edelgas Argon besteht. Mit Argon Lasern lassen sich hohe Strahlungsleistungen im sichtbaren blauen, grünen und gelbgrünen Spektralbereich erzeugen. (Daher werden Argon Laser auch bei Laser Licht Shows eingesetzt, zusammen mit anderen Lasern, die eine gelbe oder rote Strahlung erzeugen.)

Der in der Augenheilkunde ausgenutzte Effekt des Argon Lasers basiert auf dem Prinzip der Photokoagulation: Die Laserstrahlen werden im retinalen Pigmentepithel und in der Aderhaut absorbiert. Die kurzfristige Überwärmung des Gewebes auf ca. 80° C hat eine örtlich begrenzte Entzündungsreaktion mit anschliessender Narbenbildung zur Folge. Die Photokoagulation - einfach auch Laserkoagulation - ist eine effektive Therapie-Methode bei bestimmten Krankheiten der Netzhaut, bei denen eine Zerstörung von Netzhautarealen oder das damit verbundene Verschweißen der Netzhaut und Aderhaut erwünscht ist.

Einer Netzhautablösung vorbeugen
Bei stark kurzsichtigen Patienten kann es im Verlauf des Lebens zu einer Verdünnung der Netzhaut und u.U. sogar zur Ausbildung eines Netzhautlochs kommen. Eine im Alter zunehmende Glasköperschrumpfung kann durch Zug an der Netzhaut einen ähnlichen Effekt haben und in der Ausbildung eines Loches oder im Einreißen der Nezthaut resultieren. Dringt Glaskörperflüssigkeit über das Netzhautloch oder den Riß unter die Netzhaut, löst sich diese ab und muß in der Regel operiert werden. Der Argon Laser kommt prophylaktisch vor der Ausbildung einer Netzhautablösung zum Einsatz: Um das Netzhautloch oder den gefährdeten Netzhautbereich werden Laserpulse gesetzt, die die Netzhaut an ihre Unterlage anschweißen und so die verdünnten Bereiche abriegeln.

Netzhautveränderungen bei Diabetes
Der Diabetes mellitus ist eine Allgemeinerkrankung, die sich auch am Auge - bzw. an der Netzhaut - manifestiert und in der Altersgruppe von 20 - 65 Jahren die häufigste Erblindungsursache in den Industrienationen darstellt. In Deutschland allein erblinden pro Jahr 5.000 bis 8.000 Menschen aufgrund der diabetischen Netzhautveränderungen! Betroffen sind die kleinsten Blutgefäße der Netzhaut; es kommt zu Gefäßverschlüssen (Ischämie), einer verstärkten Durchlässigkeit der Blutgefäßwände (Ödem) und Aussackungen der geschwächten Wände (Aneurysmen). Die Veränderungen, die als diabetische Retinopathie bezeichnet werden, führen zu einer verminderen Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Netzhaut. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich durch den Sauerstoffmangel neue Gefäße aus, die jedoch minderwertig sind, einreißen und in den Glaskörperraum bluten. Eine Argon Laserkoagulation kann u.U. das Fortschreiten der Erkrankung verzögern, indem unterversorgte Netzhautbezirke ausgeschaltet oder neugebildete Gefäße zerstört werden.

Weitere Anwendungsgebiete der Photokoagulation mittels Argon Laser sind die feuchte altersabhängige Makuladegeneration und Gefäßverschlüsse.

Die Laserkoagulation wird ambulant durchgeführt. Bei der Behandlung setzt der Augenarzt nach einer örtlichen Betäubung ein spezielles "Kontaktglas" auf das Auge, durch das der Laserstrahl auf die Netzhaut gelenkt wird. Durch die hohe Präzision der heutigen Laser-Technik wird ein sehr genaues Arbeiten bis auf ca. 1/20 mm möglich.

 
 
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