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Zur Behandlung hoher Kurz- und Weitsichtigkeiten (Weitsichtigkeit ca.
+3 bis ca. +8 dpt., Kurzsichtigkeit ca. -10 bis ca. -20 dpt.) gibt es
die Möglichkeit, eine Kunstlinse zusätzlich zur körpereigenen
Linse in das Auge zu implantieren. Diese Methode ist eine sinnvolle Alternative,
wenn aufgrund hoher oder extremer Fehlsichtigkeit eine LASIK-Operation
oder ein anderes laserchirurgisches Verfahren nicht in Frage kommt.
Gegenwärtig finden hauptsächlich zwei Modelle Anwendung:
Die ICL
Die Hinterkammerlinse ICL (engl. implantable contact lens) wird
als zusätzliche Kunstlinse zwischen Iris und körpereigener Linse
eingesetzt. Die ICL in der heutigen Form stammt aus dem Jahre 1993 und
wird in Deutschland seit Erteilung des CE-Zeichens 1997 von erfahrenen
Augenchirurgen angewandt.
Die Verisyse-Linse
Die irisfixierte Verisyse-Linse wird ebenfalls zusätzlich
zur körpereigenen Linse in das Auge eingesetzt. Dort wird sie jedoch
im Gegensatz zur ICL-Hinterkammerlinse in die Vorderkammer (zwischen Iris
und Hornhaut) eingesetzt, wo sie mit speziell gestalteten Häkchen
an der Iris fest angehängt wird.
Torische Linsen
Sowohl die ICL als auch die Verisyse gibt es auch als torische
Linsen. Torische Linsen können eingesetzt werden, wenn ein begleitender
Astigmatismus (Hornhautverkürmmung, ca. -1,5 bis ca. -6 dpt.) vorliegt.
Welcher Linsentyp für einen Patienten in Betracht kommt, hängt
von bestimmten Eigenschaften der Augen ab. Klarheit darüber schafft
eine eingehende Voruntersuchung
In jedem Fall zeichnet sich die Operation durch folgende Vorteile aus:
Sie dauert nur ca. 15 Minuten und wird meist ambulant durchgeführt.
Der Eingriff ist durch Lokalanästhesie schmerzfrei und auch postoperativ
spürt der Patient nur wenig oder gar keinen Schmerz.
Der Behandlungserfolg stellt sich innerhalb kürzester Zeit ein.
Die körpereigene Linse bleibt erhalten und behält somit ihre
natürliche Naheinstellungsfähigkeit (Akkomodation).
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