Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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LASIK-Operation:
Intraoperative Messung der Flap- und Hornhautdicke verspricht höhere Sicherheit

 

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Eine Studie aus der EuroEyes alz augenklinik münchen und der Universitätsaugenklinik Tübingen hat untersucht, ob eine kontinuierliche Hornhautdickenmessung während der LASIK-Operation praktikabel ist und verläßliche Ergebnisse liefern kann.

Wie allgemein bekannt, wird im ersten Schritt der LASIK-OP ein Hornhaut-Flap präpariert, der dann im zweiten Schritt aufgeklappt wird. Der Excimer-Laser trägt dann im freigelegten Zentrum der Hornhaut genau soviel Gewebe ab, dass die Fehlsichtigkeit korrigiert wird. Entscheidend ist bei dieser Operation, dass einen bestimmte Mindestdicke der Hornhaut nach dem Laserabtrag erhalten bleibt, um die Stabilität der Hornhaut zu gewährleisten.

Während die Messung der Hornhautdicke vor der Operation eine unbedingt erforderliche Untersuchung darstellt, ist die zusätzliche kontinuierliche Messung während der Operation ein neues Add-on der modernen LASIK-Operation.

In der Klinik des VSDAR-Vorstandsmitgliedes Prof. Dr. Thomas Neuhann hat man deshalb von 2004 - 2006 an 1859 Augen die Verläßlichkeit und Durchführbarkeit dieses Verfahrens untersucht. Alle Patienten wurden präoperativ mit dem Orbscan II (Bausch & Lomb) und DGH II (Pachette 2, DGH Technology, Inc.) untersucht, um die Hornhautdicke zu bestimmen.
Während der LASIK-Operation wurde jeweils eines von drei Keratomen (Hansatome und Zyoptix XP Mikrokeratome oder IntraLase FS30 Femtosekundenlaser) für den Hornhautschnitt eingesetzt. Der Laserabtrag erfolgte bei allen Augen mit dem Zyoptix 217z100 Excimer-Laser (Bausch & Lomb). In dieses Laser-Sysemt ist bereits die Online Optische Kohärenz Pachymetrie (OCPonline) integriert, so dass während der Operation kontinuierlich die Dicke des Flaps und zum Teil auch die Dicke der Resthornhaut mittels non-contact Messung bestimmt werden konnte.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die OCPonline Technologie verläßliche intraoperative Messungen liefern kann und diese mit den präoperative bestimmten Werten korrelieren. Da das Gerät im Lasersystem integriert ist, kann es gut in den klinischen Ablauf eingegliedert werden. Das OCPonline Verfahren hat damit das Potential, die Sicherheit von Augenlaseroperationen zu verbessern.

Quelle:
J Cataract Refract Surg 2008; Vol 34:1237-1279

 
 
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