Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
    VSDAR Kliniken     Aktuelles     Kontakt     English Site


HOME || Informationen || Aktuelles

 

Informationen

Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Teil 3: Die KAMRA Linse - Hornhaut-Implantat erhöht Tiefenschärfe

 

  Besser Sehen
  Refraktive Chirurgie
  Augenlaseroperationen
  Linsenoperationen
  Sonstige Verfahren

  Innovationen in
  Diagnostik & Technologie


  Informationen
  Info-Veranstaltungen
  Aktuelles
  FAQ
  Lexikon
  Entwicklung der LASIK-OPs
  VSDAR Broschüre (PDF)

  Wer ist der VSDAR?
  Kontakt

  Pressedienst

 

Preisschilder erscheinen unscharf, die SMS kann nicht mehr ohne Sehhilfe gelesen werden. Vielen Menschen, die niemals eine Brille tragen mussten, fällt es oft schwer, sich bei Eintritt der Alterssichtigkeit an eine Lesebrille zu gewöhnen. Neben dem INTRACOR Verfahren und der Konduktiven Keratoplastie kann hier auch ein in den USA entwickeltes Hornhaut-Implantat, die sogenannte KAMRA Linse, Abhilfe schaffen.

Das Implantat wurde bereits 2005 - damals noch unter dem Namen AcuFocus - entwickelt und anschließend in einer internationalen Studie, an der auch zwei VSDAR-Kliniken beteiligt waren, klinisch erprobt. Das Ziel, die Abhängigkeit von der Lesebrille weitgehend zu reduzieren, konnte mit dem Implantat erreicht werden und es wurde aufgrund der guten Ergebnisse letztes Jahr in Europa zugelassen (CE-zertifiziert).

Die KAMRA Linse entspricht einer hauchdünnen "Mini-Blende" von gerade mal 5 µm Dicke, die in die Hornhaut des Auges eingesetzt wird und damit die natürliche Pupille funktionell verkleinert. "Das Prinzip des Implantats ist altbekannt und entspricht dem einer Lochblende", erklärt Dr. med. Barbara Lege, ärztliche Leiterin der EuroEyes alz augenklinik münchen, die neben dem FreeVis LASIK Zentrum am Universitätsklinikum Mannheim als einzig deutsche Klinik an der Studie beteiligt war. Ähnlich wie bei einer Fotokamera bewirkt die zentrale Öffnung in der Blende eine höhere Tiefenschärfe. Zusätzlich erhöhen tausende mikroskopisch kleine Löcher im Blendenring den Lichtdurchlass des Implantats. Die Kontrastsehschärfe wird deshalb für die Ferne nur minimal reduziert, für die Nähe wird das Bild scharf.

Der Eingriff erfolgt nur an einem, nämlich dem nicht-dominanten Auge (das Auge, mit dem man beim Fotografieren nicht durch den Sucher schaut) und wird in der Regel ambulant durchgeführt. Wie bei der LASIK kommt zunächst der Femtosekunden-Laser zum Einsatz, mit dessen Hilfe man eine "Tasche" in der Hornhaut präpariert, in die anschließend das Implantat eingesetzt wird. Der Schnitt verheilt von selbst, eine Naht ist nicht erforderlich. Die Linse wird aus gut verträglichem PVDF/Carbon gefertigt, einem Material, das sich in der Augenheilkunde bereits seit längerem bewährt hat. Sollte es dennoch zu einer unerwarteten Reaktion kommen oder das Ergebnis den Erwartungen nicht entsprechen, kann sie jederzeit problemlos und ohne weitere Folgen wieder entfernt werden.

Dr. Wolfgang Krueger, selbst Augenarzt, war einer der ersten Patienten in Deutschland, die sich für dieses Verfahren entschieden. 2006 beschloss er, an der klinischen Studie teilzunehmen und ließ sich das neue Implantat einsetzen. Auch nach vier Jahren ist er von dem Verfahren noch überzeugt. Sein Fazit: "Ich würde es jederzeit wieder machen lassen."

Die KAMRA Linse zur Behandlung der Alterssichtigkeit ist bei gleichzeitig bestehender Fehlsichtigkeit auch in Kombination mit einer LASIK, einer Kunstlinse bzw. einem Linsenaustausch denkbar. Ebenso kann sie in Augen eingesetzt werden, bei denen früher eine LASIK durchgeführt wurde.

 
 
    Seitenanfang