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InformationenKorrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) |
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Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Augenlinse ab und vor allem im Nahbereich wird scharfes Sehen immer schwieriger. Während mit dem seit 20 Jahren bewährten LASIK-Verfahren eine Kurz- oder Weitsichtigkeit in weit über 90% der Fälle korrigiert werden kann, steht die chirurgische Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) noch am Anfang ihrer Entwicklung. Eine Variation des LASIK-Verfahrens, die sogenannte Presbylasik, versucht nun auch die Presbyopie-Korrektur zu ermöglichen. Eine internationale Multicenter-Studie zur Presbylasik, an der auch die Bellevue Augenklinik Kiel beteiligt war, liefert vielversprechende Ergebnisse. "Mit diesem Verfahren lassen sich sowohl Normal- wie auch Weit- und Kurzsichtige sowie von Astigmatismus betroffene Patienten behandeln. Eine eventuell bestehende Fehlsichtigkeit kann gleich mit korrigiert werden", so Professor Dr. Detlef Uthoff, Gründungsmitglied des VSDAR und medizinischer Direktor der Augenklinik Bellevue. "Insgesamt konnten wir eine hohe Patientenzufriedenheit feststellen. Auch musste keiner der Teilnehmer bisher nachbehandelt werden." Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Im Prinzip verläuft die Operation wie jede andere Standard-LASIK auch: Zunächst wird mit dem Femtosekunden-Laser eine hauchdünne Hornhautlamelle (engl. Flap) präpariert und aufgeklappt. Anschließend modelliert der Excimer-Laser die tiefer liegenden Hornhautschichten. Im Gegensatz zur herkömmlichen LASIK werden bei der Presbylasik jedoch – ähnlich dem Prinzip multifokaler Kunstlinsen – mehrere Brennpunkte im Auge erzeugt, so dass Sehen in unterschiedlichen Distanzen wieder möglich wird. Nach erfolgter Korrektur wird der Flap wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeklappt. Der Schnitt verheilt von selbst, eine Naht ist nicht erforderlich. Anders als bei den sogenannten Monovisions-Verfahren (wie z.B. das in dieser Serie bereits vorgestellte INTRACOR Laserverfahren oder das KAMRA Inlay), bei denen nur eines, nämlich das nicht-dominante Auge operiert wird, erfolgt die Presbylasik-Behandlung an beiden Augen. "Die Patienten erreichen in der Regel ein zufrieden stellendes Sehen in allen Entfernungen, da die Tiefenschärfe bestmöglich gesteigert und Kontrastverluste minimiert werden", so Prof. Uthoff. |
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