Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Neue Behandlungsmöglichkeiten der Presbyopie (Alterssichtigkeit)

 

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Nachdem Kurz- und Weitsichtigkeit mit oder ohne Hornhautverkrümmung bereits seit vielen Jahren operativ beseitigt werden können, sehen Augenchirurgen in der chirurgischen Korrektur der Alterssichtigkeit eine neue Herausforderung.

Nicht bewährt haben sich:
Linsen, die sich durch eine Eigenbewegung auf die Nähe einstellen - so genannte "akkommodierende" Linsen - konnten ihre nachhaltige Wirksamkeit bislang nicht unter Beweis stellen. Auch gibt es bisher keine klinischen Studien über Erfolge bei einer Laserkorrektur bei Alterssichtigkeit. Der VSDAR e.V. rät daher von diesen Verfahren ab.

Was gibt es Neues?
In Anlehnung an die multifokalen Brillengläser gibt es auch intraokulare multifokale Linsen, die anstelle der körpereigenen Linse in das Auge implantiert werden. Dieses Verfahren bezeichnet man als "presbyopic lens exchange" oder kurz PRELEX. Bei diesem Verfahren kommen erprobte Techniken zum Einsatz, die seit mehreren Jahren bei der Behandlung des Grauen Stars angewendet werden. Der Unterschied liegt im Implantat, welches die körpereigene Linse ersetzt: Anstelle einer einfachen Intraokularlinse wird eine aus mehreren Ringen mit unterschiedlicher Brechkraft aufgebaute multifokale Kunstlinse in das Auge gepflanzt. Durch die Verteilung des einfallenden Lichtes auf mehrere Brennpunkte ermöglicht die multifokale Linse ein scharfes Sehen in allen Entfernungen.

Eine weitere, viel versprechende Methode stellt das Presbyopie-Implantat der Firma Acufocus aus den USA dar. Es ist für Menschen ab 45 Jahre geeignet, die in der Ferne ohne Brille scharf sehen können. Das Prinzip des Implantats ist altbekannt und entspricht der so genannten "stenopäischen Lücke": In das nicht-dominante Auge (das Auge, mit dem Sie nicht fotografieren) wird ein dünnes Blenden-Plättchen aus gut verträglichem Material mittels eines ebenso bewährten LASIK-Schnittes (egal ob mit dem Femtosekundenlaser oder dem Mikrokeratom) eingesetzt. Das Material (PVDF/Carbon) hat sich seit Jahrzehnten bewährt, kann aber im Falle einer unerwarteten Reaktion jederzeit wieder entfernt werden. Durch das Implantat erfährt der Patient einen Gewinn an Tiefenschärfe und ist wieder in der Lage, z.B. Preisschilder zu erkennen oder Speisekarten zu lesen. Ziel des AcuFocus Implantats ist es, die Abhängigkeit von der Lesebrille zu reduzieren, indem man mit einem Auge in der Nähe lesen kann, ohne dass das Implantat in der Ferne stört.
Momentan läuft dazu eine große internationale Studie, an der zwei VSDAR Kliniken teilnehmen. Wir werden von unseren Ergebnissen berichten.

 
 
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