Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Scharfer Blick dank Multifokallinsen

 

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Wo der Laserbehandlung aufgrund einer zu hohen Fehlsichtigkeit oder zu dünnen Hornhaut Grenzen gesetzt sind, können implantierbare Kunstlinsen wieder zu normaler Sehkraft verhelfen. Kunstlinsen werden bei hoher bis extremer Kurz- und Weitsichtigkeit eingesetzt und bieten nun auch die Möglichkeit, die lästige Altersweitsichtigkeit zu korrigieren.

Wurden Kunstlinsen zunächst nur bei Patienten mit einer bestehenden Linsentrübung eingesetzt, decken sie heute ein breites Spektrum der refraktiven Chirurgie ab: Jungen, stark fehlsichtigen Patienten bietet eine zusätzlich zur Augenlinse implantierte Kunstlinse (phake Linse) eine Alternative zur Brille und Kontaktlinsen. Altersweitsichtige Patienten können durch den Austausch der körpereigenen gegen eine Multifokallinse sowohl in der Ferne als auch in der Nähe ohne Brille scharf sehen.

Studien zeigen, dass ca. 92% der mit Multifokallinsen versorgten Patienten komplett brillenfrei sind und 98% sich sofort wieder für eine Operation entscheiden würden (Studie zur Patientenzufriedenheit). Die Operationsmethode ist ein seit Jahrzehnten etabliertes und ausgereiftes Verfahren. Es basiert auf der seit Ende der 70er Jahre standardisierten Katarakt-Operation und wurde weltweit etliche millionenmal praktiziert. Es ist die am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt und weist ein außerordentlich positives Nutzen-Risiko-Verhältnis auf.

Bei dem ambulanten Eingriff wird unter örtlicher Betäubung über einen etwa 2,5 mm kleinen Hornhautschnitt die körpereigene klare Linse abgesaugt und die Multifokallinse in die Hülle der alten Linse eingesetzt. Die schmerzfreie Operation dauert ca. 10 Minuten und führt rasch zu einer Erholung der Sehkraft.

Selbst Patienten, die bereits vor Jahrzehnten eine erfolgreiche Laser-Operation durchführen ließen und nun unter einer Altersweitsichtigkeit leiden, können sich dieser Operation unbedenklich unterziehen, wobei allerdings eine modifizierte Berechnung der Linsenstärke erforderlich ist.

Die aufwendige Herstellung der Linsen erlaubt inzwischen auch Speziallösungen, d.h. es gibt Multifokallinsen, die zusätzlich in bereits linsen- bzw. kataraktoperierte Augen (Add on-Linse) eingesetzt werden können oder aber auch extrem hohe Hornhautverkrümmungen (torische Multifokallinse) mit korrigieren.

In den Zentren des VSDAR kommt die Implantation von Multifokallinsen immer häufiger zur Anwendung, vor allem bei Patienten mit bereits vorhandener Altersweitsichtigkeit – also ab dem ca. 50. Lebensjahr. Aber auch in Fällen, bei denen die Werte der Fehlsichtigkeit für eine Laserkorrektur zu hoch sind, ist die Anwendung von Multifokallinsen eine hervorragende Alternative.

Welche Linse bzw. welche Operationsmethode für den einzelnen Patienten infrage kommt, kann letztlich nur ein ausführliches Gespräch mit dem operierenden Arzt klären. Wichtig ist jedoch, dass die behandelnde Klinik auch das gesamte Spektrum der Refraktiven Chirurgie abdeckt, d.h. sowohl Laser- als auch Linsenverfahren anbietet.

 
 
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