Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Hornhautempfindlichkeit nach LASIK
Teil 1: Was verursacht die "trockenen Augen" nach Augenlaserchirurgie?

 

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Als Begleiterscheinung einer Augenlaseroperation können geringe Mißempfindungen wie Sandkorn- oder Fremdkörpergefühl, manchmal auch verbunden mit einer Rötung des operierten Auges auftreten. Dieser Symptomenkomplex, auch beschrieben mit dem Begriff "trockenes Auge" (Sicca Syndrom), wird durch eine Störung des Tränenfilms verursacht.

Der Tränenfilm besteht aus 3 Phasen: einer wäßrigen, einer eiweißhaltigen und einer fetthaltigen Komponente. Sobald das Verhältnis dieser 3 Phasen zueinander gestört ist, schmiert diese Gleitflüssigkeit den Lidschlag nicht mehr richtig. Die Stabilität des Tränenfilms ist gestört, was zu den beschriebenen Missempfindungen führt. (Der Begriff "Trockenes Auge" ist nicht immer zutreffend, denn oft liegt kein Mangel an Tränen, sondern eine gestörte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit vor.)

Etliche Studien haben gezeigt, dass die absolute oder teilweise Durchtrennung der sensiblen Hornhautnerven beim Schneiden des LASIK-Flaps oder die Abrasion des Hornhautepithels bei der PRK / LASEK für eine Störung des Tränenfilms verantwortlich ist. Aufgrund der reduzierten Empfindlichkeit (Sensibilität) der Hornhaut fehlt eine nervale Rückmeldung an die Tränendrüse, die dadurch weniger Tränen produziert. Zusätzlich können eine verstärkte Verdunstung der Tränenflüssigkeit, eine leichte Entzündung oder die postoperativ anzuwendenen Augentropfen den Tränenfilm weiter negativ beeinflussen.

Dem Augenarzt stehen verschiedene Tests zur Verfügung, um das Ausmaß der Störung zu quantifizieren. In jedem Fall können die Beschwerden durch das Tropfen von Tränenersatzmitteln gelindert werden. Diese Mittel helfen sehr wirkungsvoll und sollten jedem LASIK Patienten für die ersten Wochen nach der Operation empfohlen werden. Sollte das erste Präparat nicht gleich helfen, kann auf ein anderes ausgewichen werden: Es gibt eine große Vielzahl von Tränenersatzmitteln, von wässrigen Tropfen bis hin zu viskösen Gelen.
Welches das richtige bzw. angenehmste ist, kann oft nur durch Probieren herausgefunden werden.

Die regelmäßige Anwendung der Tränenersatzmittel unterstützt den normalen Heilungsverlauf. In der Regel sind die Beschwerden in der ersten Woche nach der Operation am stärksten. Nach 2 Wochen ist der Großteil der Patienten beschwerdefrei. In Ausnahmen können diese Beschwerden erst nach 6-12 Monaten verschwunden sein.

Lesen Sie Teil 2: Einfluß der Flap-Position

 
 
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