ESCRS erklärt 2010 zum "Jahr der LASIK"Februar / 2010

20 Jahre nach ihrer Einführung gilt die LASIK als etabliertes und ausgereiftes Verfahren zur operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit

Die European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS) hat 2010 zum “Jahr der LASIK” ausgerufen. Nicht ohne Grund, denn 20 Jahre nach ihrer Einführung hat sich die LASIK weltweit etabliert und gilt als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes Verfahren zur operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit. Millionenfach angewandt zählt diese Methode mit einem Anteil von ca. 90% zum häufigsten Eingriff der operativen Sehfehlerkorrektur.

Als der griechische Augenchirurg Dr. Ioannis Pallikaris vor 20 Jahren die erste LASIK-OP durchführte, eröffnete er der operativen Sehfehlerkorrektur völlig neue Perspektiven.  Bis dahin  erfolgte die Laserbehandlung zur Korrektur von Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung bis max. 3 dpt. als PRK* an der Hornhautoberfläche. Da bei der PRK das Hornhautepithel abgetragen wurde, kam es neben einem Fremdkörpergefühl  auch zu einer verzögerten Wundheilung, verbunden mit einem über Wochen schwankenden Sehvermögen. Mit der LASIK** konnten diese Begleiterscheinungen erstmals überwunden werden. Außerdem waren nun auch Laserkorrekturen von Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen höheren Grades möglich.

Die neue Methode verlagerte den Hornhautabtrag in das Innere der Hornhaut: Eine zuvor präparierte Hornhaut-Lamelle (engl. Flap) wird wie ein Buchdeckel aufgeklappt und nach dem Lasern wie ein schützendes Pflaster wieder über die Wunde gelegt. Dadurch bleibt nicht nur der natürliche Aufbau der oberflächlichen Hornhautschichten erhalten, auch die Wundheilung ist beschleunigt. Am beeindruckendsten war jedoch, dass Patienten bereits wenige Stunden nach der LASIK ein gutes Sehvermögen erreichen und schon am nächsten Tag wieder in ihr normales Alltagsleben zurückkehren können. 

„Die Einführung des LASIK-Flaps war ein erster bedeutender Schritt, um sowohl Sicherheit als auch Akzeptanz der Augenlaserbehandlung von Fehlsichtigkeit zu erhöhen“, so Dr. med. Stefanie Schmickler, Augenchirurgin am Augen-Zentrum Ahaus und Mitglied des VSDAR (Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.). „Weitere technische Entwicklungen bis hin zur wellenfrontgestützten LASIK und modernsten Eye-Tracking-Systemen, die jede erdenkliche Bewegung des Auges mit verfolgen und somit höchste Präzision ermöglichen, haben dieses Verfahren mit einem Anteil von ca. 90% zum häufigsten Eingriff der operativen Sehfehlerkorrektur werden lassen.“ Mittlerweile hat sich die LASIK weltweit etabliert und gilt als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes Verfahren. Schätzungen zufolge werden heutzutage  jährlich ca. 3,5 Millionen LASIK-Operationen durchgeführt. „Zahlreiche internationale Studien ergaben zudem eine Patientenzufriedenheit von über 95%, ein Wert, der bisher in keiner anderen Disziplin erreicht wurde.“ 

Experten vertrauen der LASIK

Auch das Vertrauen der Augenärzte in die LASIK-Methode ist groß: Auf die Frage „Lassen sich Augenärzte lasern“ gab in einer bereits 2004 unter deutschen Augenärzten durchgeführten Befragung jeder Dritte an, dass er sich - bei bestehender Indikation -  selbst lasern lassen würde. Die vom VSDAR durchgeführte Studie ergab außerdem, dass sich zum damaligen Zeitpunkt bereits 2% aller Befragten einer Augenlaserkorrektur unterzogen haben. Gemessen an der Gesamtzahl aller bis dahin in Deutschland durchgeführten Operationen ergibt dies im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt eine zehnmal höhere Quote. 

Wer sich von seiner Brille verabschieden möchte, sollte bei der Auswahl seines Operateurs jedoch kritisch sein. Jedes Verfahren ist immer nur so gut wie die Person, die es anwendet und aufgrund der Vielzahl in- und ausländischer Angebote fällt es Patienten zunehmend schwer, sich ein klares und objektives Bild zu machen. „Fragen Sie nach wie oft der Chirurg solche Eingriffe macht, ob er sich regelmäßig fortbildet und ob er Qualitätssicherung betreibt“, rät Schmickler. Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der LASIK-TÜV. 

*PRK = Photoablative refraktive Keratektomie

**LASIK = Laser-in situ-Keratomileusis

Der gemeinnützige VSDAR wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung von Fehlsichtigkeiten zu erreichen. Interessierte, die sich über die Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit  informieren möchten, finden hilfreiche Informationen im Internet unter www.vsdar.de .

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