Kooperation statt KonfrontationJanuar / 2007

Bisher verfeindete Lager schaffen durch Kooperation neue Synergien

Bisher standen sich Augenlaser-Zentren – insgesamt gibt es in Deutschland über 300 Anbieter von LASIK-Operationen – und Augenoptiker eher unversöhnlich gegenüber. Nicht ohne Grund: beide Berufsgruppen versorgen auf sehr unterschiedliche Weise refraktive Patienten. Dass LASIK und klassische Sehhilfen jedoch längst nicht mehr als konkurrierende Behandlungsweisen angesehen werden müssen, beweist die branchenübergreifende Kooperation des VSDAR, dem führenden Verband augenchirurgischer Spezialkliniken Deutschlands, und der AMA, der Vereinigung qualitätsorientierter mittelständischer Optiker. Ziel dieser vor einem Jahr beschlossenen Vereinbarung ist eine bessere Zusammenarbeit von Augenchirurgen und Optikern bei der fachübergreifenden Versorgung refraktiver Patienten. Ob klassische Sehhilfen wie Brille und Kontaktlinse oder eine Laserbehandlung, beide Verfahren haben bei bestimmten Indikationen ihre Berechtigung sowie ihre Vor- und Nachteile. Im Mittelpunkt jeder kompetenten Beratung und Behandlung von Refraktionspatienten muss deshalb die Wahl des individuell geeigneten Verfahrens unter Berücksichtigung der Wünsche des Patienten stehen. Optiker, aber auch Ärzte, haben somit einen kompetenten Ansprechpartner auf der jeweils anderen Seite.

„Die Kooperation läuft, unsere Einschätzung für das laufende Jahr ist sehr positiv“, so Andreas Oehm, Marketingexperte der BMA und Ansprechpartner für interessierte Optiker, „fast täglich werde ich zu dem Thema von kooperierenden Augenoptikern angerufen und nach dem genauen Vorgehen gefragt“. Im letzten Jahr wurden bundesweit 9 Seminare für Optiker und Geschäftsführer durchgeführt. Im Frühjahr 2007 sind drei weitere Seminare in Hamburg, München und Essen geplant. Insgesamt konnten bisher über 70 Kooperationsverträge zwischen Augenoptikern und VSDAR-Kliniken abgeschlossen werden. Bedenken, Optiker könnten hierbei ihre Kompetenzen überschreiten, tritt Prof. Dr. med. Thomas Neuhann, Präsident des VSDAR, klar entgegen: „Selbstverständlich werden Optiker keine augenärztlichen Tätigkeiten übernehmen. Sie weisen lediglich auf die Möglichkeit einer Operation in einer unserer Kliniken hin. Anschließend befindet sich der Patient wie gewohnt in fachärztlicher Obhut. Erforderliche Brillen bekommt der Patient natürlich beim kooperierenden Optiker. Insgesamt bieten wir mit dieser Kooperation eine komplette Versorgung, die dem Patienten alle sinnvollen Alternativen aufzeigt“ Der VSDAR erhofft sich so Patienten, die bisher den Weg zum Augenarzt gescheut haben oder gar mit einer Billig-OP im Ausland liebäugeln, wieder der Augenheilkunde und somit einer seriösen Rundum-Versorgung zuzuführen. 

Beide Verbände legen größten Wert auf eine qualitative Beratung des Patienten und setzen sich damit bewusst von Billiganbietern ab, die Patienten lediglich über den Preis zu LASIK Eingriffen bewegen wollen.

Der gemeinnützige VSDAR wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über Augenlaserkorrekturen informieren möchten, hält der Verband unter der Rufnummer 08193/938782 einen kosten-losen Broschürenservice bereit. Hilfreiche Informationen stehen auch im Internet unter www.vsdar.de zur Verfügung.

Begleitende Downloads

Pressedienst

Ihre Presse- und Medienanfragen richten Sie bitte direkt an unseren Pressekontakt.
Wir vermitteln Ihnen gerne weiteres Material oder auch Interview-Möglichkeiten mit unseren Experten und VSDAR Mitgliedern. 

VSDAR Pressekontakt

 

Jörg Hassel
 Verbandssekretär, VSDAR e.V.
 Postfach 33, 82284 Graffath
 Tel.: +49 (0) 8144 9124
 Tel.: +49 (0) 8144 9126
 E-Mail:  presse(at)vsdar.de 

Es wird geladen