Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) - Teil 2Mai / 2010

Radiowellen gegen Alterssichtigkeit: Die konduktive Keratoplastie liefert vielversprechende Ergebnisse

Fast jeden über 40 trifft es: Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse an Elastizität und die Sehleistung lässt nach. Vor allem im Nahbereich wird scharfes Sehen immer schwieriger und die Lesebrille zum ständigen Begleiter. Während Sehfehler wie Kurz- oder Weitsichtigkeit bereits seit vielen Jahren operativ korrigiert werden können, stellt die chirurgische Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) noch immer eine Herausforderung dar. Hier könnte, zumindest für normal- und leicht weitsichtige Patienten, die konduktive Keratoplastie eine echte Alternative zur gängigen Lesehilfe werden.

„Eine breit angelegte US-Studie im Rahmen einer FDA-Zulassung liefert hier vielversprechende Ergebnisse“, so Dr. med. Omid Kermani, ehemaliger Präsident des VSDAR (Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie g.e.V.) und medizinischer Leiter der Kölner Augenklinik am Neumarkt. „In einem Indikationsbereich von +1,0 bis +2,5 dpt. liegen sowohl die Erfolgsrate als auch die Patientenzufriedenheit bei über 90%.“ Das Verfahren wurde bisher überwiegend in den USA ca. 200.000 mal durchgeführt und ist dort von der Gesundheitsbehörde seit 2004 zur Korrektur der Alterssichtigkeit zugelassen. 

Bei dieser Methode wird das zentrale Hornhautgewebe mittels elektromagnetischer Wellen behandelt. Über einen zuvor gesetzten Ring von Spannungspunkten bewirken hochfrequente Impulse, die innerhalb von Millisekunden ins Innere der Hornhaut geleitet werden, eine teilweise Aufteilung des optisch wirksamen Teils der Hornhaut, wodurch die Brechkraft des Auges und damit die Sehschärfe für den Nahbereich verstärkt wird. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt und ist weitgehend schmerzfrei.

Üblicherweise wird nur ein Auge, nämlich das nicht-dominante Auge, operiert. Dieses gewinnt dabei deutlich an Sehschärfe für die Nähe und verliert nur wenig für die Ferne. Insgesamt wird dadurch beim normalen Sehen mit beiden Augen die Tiefenschärfe, also der Abstandsbereich, in dem scharf gesehen werden kann, deutlich erhöht, ohne dass die Sehschärfe für die Ferne spürbar nachlässt. Das Behandlungsergebnis wird den Patienten vor der OP durch die Simulation mit einer Kontaktlinse demonstriert. 

„Vorteil dieser Methode ist“, so Kermani, „dass sie auch mehrfach wiederholt werden kann.“ Kein unwesentlicher Aspekt, wenn man bedenkt, dass die Presbyopie ein voranschreitender Prozess ist. Da kann es nach ein paar Jahren durchaus sinnvoll sein, den Effekt durch einen weiteren Eingriff nochmals zu steigern.

Der gemeinnützige VSDAR, Dachverband hochspezialisierter Kliniken, wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über die Möglichkeiten der Refraktiven Chirurgie informieren möchten, stehen hilfreiche Informationen im Internet unter www.vsdar.de zur Verfügung.

(Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten)

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