Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) - Teil 4August / 2010

Laser statt Lesebrille: Presbylasik korrigiert auch Alterssichtigkeit

Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Augenlinse ab und vor allem im Nahbereich wird scharfes Sehen immer schwieriger. Während Sehfehler wie Kurz- oder Weitsichtigkeit bereits seit vielen Jahren operativ korrigiert werden können – insbesondere die LASIK-Methode wurde bereits millionenfach angewandt und gilt als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes Verfahren -  steht die chirurgische Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) noch am Anfang ihrer Entwicklung. Eines der neuen Verfahren, die nun auch die Presbyopie-Korrektur ermöglichen, ist die sogenannte Presbylasik.

In Folge der demographischen Entwicklung wächst die Zahl alterssichtiger Patienten kontinuierlich und mit ihr die Bedeutung der Presbyopie-Korrektur. Im Bereich der Refraktiven Chirurgie galt bisher die Linsenimplantation als einzige Alternative zur gängigen Lesebrille. Entsprechend groß ist das Interesse von Ärzten und Industrie, auch in der Hornhautchirurgie mittels Excimer- und Femtosekunden-Laser Lösungen anbieten zu können, die einen weitestgehenden Verzicht auf eine Lesehilfe ermöglichen. Eine internationale Multicenter-Studie zur Presbylasik, an der auch die Bellevue Augenklinik Kiel beteiligt war, liefert hier vielversprechende Ergebnisse. „Mit diesem Verfahren lassen sich sowohl Normal- wie auch Weit- und Kurzsichtige sowie von Astigmatismus betroffene Patienten behandeln. Eine eventuell bestehende Fehlsichtigkeit kann gleich mit korrigiert werden“, so Professor Dr. Detlef Uthoff, Gründungsmitglied des VSDAR (Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.) und medizinischer Direktor der Augenklinik Bellevue. „Insgesamt konnten wir eine hohe Patientenzufriedenheit feststellen. Auch musste keiner der Teilnehmer bisher nachbehandelt werden.“ Uthoff operierte alle in Kiel behandelten Studienpatienten. 

Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Im Prinzip verläuft die Operation wie jede andere Standard-LASIK auch. Zunächst wird mit dem Femtosekunden-Laser eine hauchdünne Hornhautlamelle (engl. Flap) präpariert und aufgeklappt. Anschließend modelliert der Excimer-Laser die tiefer liegenden Hornhautschichten. Im Gegensatz zur herkömmlichen LASIK werden bei der Presbylasik jedoch - ähnlich dem Prinzip multifokaler Kunstlinsen – mehrere Brennpunkte im Auge erzeugt, so dass  Sehen in unterschiedlichen Distanzen wieder möglich wird. Nach erfolgter Korrektur wird der Flap wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeklappt. Der Schnitt verheilt von selbst, eine Naht ist nicht erforderlich.

Anders als bei den sogenannten Monovisions-Verfahren, bei denen nur eines, nämlich das nicht-dominante Auge operiert wird, erfolgt die Presbylasik-Behandlung an beiden Augen. „Die Patienten erreichen in der Regel ein zufrieden stellendes Sehen in allen Entfernungen, da die Tiefenschärfe bestmöglich gesteigert und Kontrastverluste minimiert werden“, so Uthoff.

Wer sich von seiner Brille verabschieden möchte, sollte bei der Auswahl seines Operateurs jedoch kritisch sein. Jedes Verfahren ist immer nur so gut wie die Person, die es anwendet. „Fragen Sie nach wie oft der Operateur refraktiv chirurgische Eingriffe macht, ob er sich regelmäßig fortbildet und ob er Qualitätssicherung betreibt“, rät Uthoff. Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der LASIK-TÜV. „Das blaue Siegel signalisiert dem Patienten, dass in einer solchen Einrichtung höchste Standards hinsichtlich Sicherheit und Qualität gelten und die Operateure über ein hohes Maß an Erfahrung verfügen.“

Der gemeinnützige VSDAR, Dachverband hochspezialisierter Kliniken, wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über die Möglichkeiten der Refraktiven Chirurgie informieren möchten, stehen hilfreiche Informationen im Internet unter www.vsdar.de zur Verfügung.

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