Scharfer Blick dank MultifokallinsenAugust / 2009

Hoffnung für viele Patienten mit Fehlsichtigkeit

Acht Dioptrien und Brillengläser dick wie Flaschenböden, da hilft auch keine LASIK mehr, das derzeitig geläufigste Verfahren der operativen Sehfehlerkorrektur. Wo der Laserbehandlung Grenzen gesetzt sind, können jedoch implantierbare Kunstlinsen bei hoher bis extremer Kurz- und Weitsichtigkeit wieder zu normaler Sehkraft verhelfen. Darüber hinaus besteht nun auch die Möglichkeit, endlich die lästige Altersweitsichtigkeit zu korrigieren.

Seit ihrer Entwicklung haben Kunstlinsen zunehmend an Qualität und Perfektion gewonnen und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch technische Verbesserungen der Optik und aufgrund der hervorragenden Ergebnisse findet diese Methode immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Wurden die Linsen zunächst nur bei Patienten mit einer bestehenden Linsentrübung eingesetzt, decken sie heute ein breites Spektrum der Refraktiven Chirurgie ab. Sowohl für junge, stark fehlsichtige Patienten, wie auch für altersweitsichtige Patienten mit klaren Linsen sind Multifokallinsen mittlerweile die Alternative zu Brille und Kontaktlinsen. „Studien zeigen, dass ca. 92% der operierten Patienten komplett brillenfrei sind  und  98%  sich sofort wieder für eine Operation entscheiden würden“, so Priv.-Doz. Dr. med. Ralf-Christian Lerche, ärztlicher Leiter der EuroEyes Augenklinik Hannover. Dabei ist die Operationsmethode ein seit Jahrzehnten etabliertes und ausgereiftes Verfahren. Es basiert auf der seit Ende der 70er Jahre standardisierten Katarakt-Operation und wurde weltweit  etliche millionenmal praktiziert. Es ist die am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt und weist ein außerordentlich positives Nutzen-Risiko-Verhältnis auf.  

Bei dem ambulanten Eingriff wird unter örtlicher Betäubung über einen etwa 2,5 mm kleinen Hornhautschnitt die körpereigene klare Linse abgesaugt und die Multifokallinse in die Hülle der alten Linse eingesetzt. Die schmerzfreie Operation dauert ca. 10 Minuten und führt rasch zu einer Erholung der Sehkraft. 

Die Spezialoptik dieser Linsen erreicht ihre Funktion dadurch, dass auf der Hauptoptik ringförmige Absätze aufgebracht sind, die das Licht so brechen, dass zwei Brennpunkte entstehen, die das Lesen in der Nähe und das Sehen in die Ferne ermöglichen. „Dabei kann selbst über Kopf gelesen werden“, eine, wie Lerche betont, nennenswerte Verbesserung gegenüber Lese- oder Gleitsichtbrillen. 

Breites Einsatzspektrum

Selbst Patienten, die bereits vor Jahrzehnten eine erfolgreiche Laser-Operation durchführen ließen  und nun unter einer Altersweitsichtigkeit leiden, können sich dieser Operation unbedenklich unterziehen, wobei allerdings eine modifizierte Berechnung der Linsenstärke erforderlich ist.

Die aufwendige Herstellung der Linsen erlaubt inzwischen auch Speziallösungen, d.h. es gibt Multifokallinsen, die zusätzlich in bereits linsen- bzw. kataraktoperierte Augen (Add on-Linse) eingesetzt werden können oder aber auch extrem hohe Hornhautverkrümmungen bereits in der Linsenoptik (torische Multifokallinse) mit korrigieren.

In den Zentren des VSDAR (Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.) kommt laut Dr. med. Schayan-Araghi, Leiter der Artemis-Klinik Frankfurt und Präsident des VSDAR, diese Methode immer häufiger zur Anwendung, „vor allem bei Patienten mit bereits vorhandener Altersfehlsichtigkeit – also ab dem ca. 50. Lebensjahr. Aber auch in Fällen, bei denen die Werte der Fehlsichtigkeit für eine Laserkorrektur zu hoch sind, ist die Anwendung von Multifokallinsen eine hervorragende Alternative.“

Augen auf bei der Wahl des Behandlungszentrums

Welche Linse bzw. welche Operationsmethode für den einzelnen Patienten infrage kommt, kann letztlich nur ein ausführliches Gespräch mit dem operierenden Arzt klären. „Wichtig ist jedoch immer“, so Schayan, “dass die behandelnde Klinik auch das gesamte Spektrum der Refraktiven Chirurgie abdeckt, d.h. sowohl Laser- als auch Linsenverfahren anbietet.“ Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der LASIK-TÜV.  „Hier kann sich der Patient sicher sein, dass ihm auch eine optimale bzw. die für ihn medizinisch sinnvollste Lösung angeboten wird.“ 

Der gemeinnützige VSDAR wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über Augenlaserkorrekturen informieren möchten, hält der Verband unter der Rufnummer 089/50080996 einen kosten-losen Broschürenservice bereit. Hilfreiche Informationen stehen auch im Internet unter www.vsdar.de zur Verfügung.

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