Schnell, präzise, sicherJuli / 2009

Der Femtosekundenlaser findet in der Augenchirurgie immer mehr Einsatzmöglichkeiten

In der operativen Sehfehlerkorrektur ist er mittlerweile Standard. Der Femtosekundenlaser ermöglichte erstmals eine Augenlaserkorrektur komplett ohne den Einsatz mechanischer Geräte. Im Unterschied zur herkömmlichen LASIK, bei der noch ein computergesteuertes Mikrokeratom (eine Art „Mini-Skalpell“) die zu behandelnde Hornhautschicht freilegt, separiert der Femtosekundenlaser das Hornhautgewebe ohne zu schneiden. Seit seiner Einführung in Deutschland Ende 2004 entscheiden sich auch hierzulande immer mehr Patienten für eine sogenannte Femto-LASIK, dem modernsten und sichersten Verfahren in der Augenlaserbehandlung von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung.

„Mittlerweile operieren wir etwa 75% unserer LASIK-Patienten mit dem Femto-Laser“, so Dr. Martin von Busch, ärztlicher Leiter der Euro-Augenlaserklinik Nürnberg-Fürth und Mitglied des VSDAR (Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.). Weltweit, schätzt von Busch, dürften bereits ca. 5 Millionen Behandlungen durchgeführt worden sein. 

Gewebeschonender Laserabtrag

Der Femtosekundenlaser ist ein Infrarotlaser mit hoher Leistung trotz niedriger Strahlungsenergie. Das Besondere an ihm ist, dass er seine Energie in extrem kurzen Laserimpulsen von nur einigen 100 Femtosekunden entlädt. Eine Femtosekunde entspricht 0,000.000.000.000.001 s, das ist eine Billiardstel Sekunde (zum Vergleich: In einer Sekunde kommt Licht von der Erde zum Mond oder umrundet die Erde 7,5 mal. In 100 fs umrundet Licht noch nicht einmal ein Haar). Aufgrund seiner Spot-Größe von nur 1/100 mm können mit ihm äußerst präzise Arbeiten im Mikrometerbereich vorgenommen werden. So lässt sich Gewebe vollkommen exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden. „Entsprechend groß ist auch sein Einsatzspektrum in der Augenchirurgie“, so von Buschs Stellvertreter Dr. Thomas Will, „neben der Präparation des Hornhaut-Flaps bei der LASIK, findet der Femtosekundenlaser auch Anwendung als Schneidegerät für die Schnitte bei einer Hornhautverkrümmung, zur Präparation von Tunnelschnitten für Hornhautimplantate oder für Schnittführungen bei Hornhautplastiken und -transplantationen. Auch gibt es bereits erste klinische Studien zur Behandlung von Altersweitsichtigkeit mit dem Femtosekundenlaser.“ 

Deutliche Vorteile 

Seine hauptsächliche Anwendung findet der Femtosekundenlaser jedoch nach wie vor in der Laserkorrektur von Fehlsichtigkeit  und „die Vorteile für den Patienten gegenüber einer herkömmlichen LASIK mit dem Mikrokeratom sind eindeutig“, erläutert von Busch. „Durch die hohe Präzision des Lasers wird das ohnehin sehr geringe Risiko von Schnittkomplikationen nahezu ausgeschlossen. Auch sind Schnitte in „Grenzbereichen“ möglich, d.h. auch Patienten mit geringerer Hornhautdicke können nun gelasert werden. Zudem ist ein Infektionsrisiko bei einem Laserschnitt so gut wie nicht gegeben.“ Mehr Sicherheit, geringere Komplikationsraten sowie eine noch genauere Vorhersehbarkeit des Ergebnisses belegen die Überlegenheit dieser Technologie und haben die Femto-LASIK zum Verfahren der Wahl bei Augenlaserkorrekturen werden lassen.

Augen auf bei der Wahl des Behandlungszentrums

Wer sich von seiner Brille verabschieden möchte, sollte bei der Auswahl seines Operateurs jedoch kritisch sein. Aufgrund der Vielzahl in- und ausländischer Angebote fällt es Patienten zunehmend schwer, sich ein klares und objektives Bild zu machen. Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der LASIK-TÜV. „Das blaue Siegel signalisiert dem Patienten, dass in einer solchen Einrichtung höchste Standards hinsichtlich Sicherheit und Qualität gelten und die Operateure über ein hohes Maß an Erfahrung verfügen.“

Der gemeinnützige VSDAR wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung von Fehlsichtigkeiten zu erreichen. Für Interessierte, die sich über die Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit  informieren möchten, hält der Verband unter der Rufnummer 089/50080996 einen kostenlosen Broschürenservice bereit. Weitere hilfreiche Informationen stehen auch im Internet unter www.vsdar.de zur Verfügung.

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