Warum LASIK-TÜV?Juni / 2006

Das sind die Standards, die wir fordern

Die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten boomt. Insbesondere die LASIK, das weltweit am häufigsten eingesetzte Verfahren, wird in Deutschland von bereits über 300 Praxen, Kliniken und LASIK-Zentren angeboten. Hinzu kommen die immer zahlreicher werdenden Billigangebote aus dem Ausland. Patienten fällt es immer schwerer sich zu orientieren. Welcher Klinik kann man sich anvertrauen? Wo ist man wirklich in guten Händen? Hier ist Verlässlichkeit und objektive Nachweisbarkeit von Qualität von größter Bedeutung.

Mehrere VSDAR-Kliniken haben sich diesen Monat als erste LASIK-Zentren Deutschlands einer freiwilligen LASIK-TÜV Prüfung durch den TÜV SÜD Management Service unterzogen und den strengen Anforderungen der Prüfer gestellt. Aufbauend auf eine bereits vorhandene ISO 9001:2000 Zertifizierung wurden dabei nach wegweisender Definition für Dienstleistungsqualität alle relevanten Kriterien wie Ergebnisqualität, Erfahrung, OP-Zahlen, Komplikationsrate, Hygiene-Standards, technische Ausstattung und Patientenzufriedenheit objektiv begutachtet und verifiziert. Die Prüfung nahmen vor: ein technischer Gutachter des TÜV-SÜD, ein Augenarzt als medizinischer Gutachter und ein Hygiene-Spezialist 

Was steht auf dem Prüfstand

Geprüft wird u.a. ob Mitarbeiter und Ärzte die erforderliche Qualifikation haben. So müssen Ärzte beispielsweise mindestens 1.000 LASIK-Operationen in den letzten fünf Jahren durchgeführt haben, 250 davon im letzten Jahr. Darüber hinaus werden vom gesamten Personal, einschließlich Ärzte, aktuelle Nachweise über entsprechende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die mindestens jährlich zu erfolgen haben, verlangt. 

Nicht weniger streng sind die Maßstäbe hinsichtlich der technischen Ausstattung. Für die LASIK kommen nur modernste Diagnose- und Behandlungsinstrumente infrage, sogenannte „State of the Art“ Geräte, die den von einem wissenschaftlichen Beirat festgelegten technischen Stand aufweisen. Zudem unterliegen diese Apparaturen zusätzlichen Wartungsanforderungen. Dieser wissenschaftliche Beirat, bestehend aus Vertretern des TÜV-SÜD, des Bundes Deutscher Opthalmochirurgen (BDOC) sowie der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC), überprüft auch in regelmäßigen Abständen den Anforderungskatalog des LASIK-TÜV auf zeitgemäße und wissenschaftliche Gültigkeit hin. Initiiert wurde der LASIK TÜV vom gemeinnützigen Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR).

Jede Einrichtung an sich wird kontrolliert. Das fängt bei der Infrastruktur an, so muss z.B. eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für die zur LASIK relevanten Einrichtungen gewährleistet sein, und geht bis zur Hygiene. Um wirklich sterile OP-Bedingungen sicher zu stellen, muss jeder vom TÜV-SÜD zertifizierte Anbieter eigens über einen Hygienebeauftragten verfügen, der die entsprechende Ausbildung und Erfahrung besitzt. Dieser hat dafür zu sorgen, dass die Hygienerichtlinien des Robert Koch Institutes (RKI) eingehalten werden. 

Aber auch das Management hat eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Gefordert wird u.a. eine aktive Qualitätskontrolle zur ständigen Überprüfung und Dokumentation der Behandlungsergebnisse, die schließlich den Erfordernissen einer modernen Einrichtung entsprechen sollen. Dabei muss die Rate schwerer intra- und postoperativer Komplikationen unter 1% liegen, die Reoperationsrate unter 10% und die Erfolgsrate der Korrektur innerhalb von +-0,5 Dioptrien bei 90%. Nicht zuletzt prüft der TÜV-SÜD die Zufriedenheit der Patienten mit der Einrichtung selbst, die von der Klinik mittels standardisierter Patientenfragebögen nachgefragt und dokumentiert werden muss. Gerade im Hinblick auf die in diesem Markt oft zweifelhaften Angebote steht die Dokumentation der Behandlungsqualität an erster Stelle.

So lassen sich anhand eines klaren, objektiven Anforderungsprofils alle entscheidenden Kriterien objektiv, nämlich von externen Gutachtern, nachprüfen und auf dieser Basis vergleichen. Dem Patienten signalisiert die TÜV-Plakette künftig, ob die strengen Qualitätsanforderungen der Prüfer erfüllt werden. Darauf basierend kann man als Patient nun eine vernünftige Wahl der geeigneten LASIK-Klinik treffen.

Der gemeinnützige VSDAR wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über Augenlaserkorrekturen informieren möchten, hält der Verband unter der Rufnummer 08193/938782 einen kosten-losen Broschürenservice bereit. 

Weitere Informationen zum LASIK-TÜV finden Sie auch unter www.vsdar.de oder www.tuev-sued.de/lasik 

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