Als Astigmatische Keratotomie, kurz AK, bezeichnet man die operative Behandlung einer hohen Hornhautverkrümmung mit dem Diamantmesser. Das Verfahren ging aus der Radiären Keratotomie (RK), der sogenannten „russischen Messertechnik" von Prof. Fjodorov hervor.
Indikation
— Hornhautverkrümmung von mehr als 3 dpt.
Mit der AK werden hohe bis extreme Hornhautverkrümmungen korrigiert, wie sie nach Hornhaut-Transplantationen oder perforierenden Augenverletzungen auftreten.
Eigenschaften
— Nach der Operation kann es zu Empfindlichkeit und leichten Schmerzen kommen.
— Korrektur findet außerhalb des optischen Zentrums statt.
— Effekt ist sofort wirksam.
— Für einige Wochen sind Sehschwankungen möglich.
— Effekt ist irreversibel (kann nicht rückgängig gemacht werden).
— Nachkorrekturen sind schwierig.
Operation
Im Idealfall ist die Wölbung der Hornhaut so gleichmäßig wie eine Kugeloberfläche. Ist die Hornhaut jedoch an verschiedenen Stellen unterschiedlich stark gewölbt, spricht man von einer Hornhautverkrümmung oder auch Astigmatismus. Die Oberfläche gleicht mehr einem Ei als einer Kugel.
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Bei der Astigmatische Keratotomie werden die Einschnitte in die Hornhaut gezielt
gerade oder bogenförmig zum Radius ausgeführt (T-Cut). Der Einschnitt wird in der steileren Achse der Hornhautverkrümmung vorgenommen (an der schmalen "Ei-Seite"), wodurch sich diese abflacht, die oberflächliche Wölbung wieder der einer Kugel annähert und damit die Hornhautverkrümmung reduziert bzw. korrigiert.
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Radiäre Keratotomie
Die Radiäre Keratotomie wird ihren Komplikationen bzw. Nebenwirkungen nicht mehr angewendet. Zu den unerwünschten Ergebnissen der RK zählen eine instabile Sehstärke mit tageszeitlichen Schwankungen, die Gefahr einer progressiven Hyperopisierung (der Patient wird mit der Zeit immer weitsichtiger) und eine erhöhte Verletzungsgefahr des Auges durch Schwächung der Hornhaut.
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