Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR e.V.)
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Refraktive Chirurgie — Sonstige Verfahren

Hornhautimplantate: ICRS, Intacts
(I
ntrastromale corneale Ringsegmente)

 

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Bei den ICRS oder KeraVision Intacts handelt es sich um hauchdünne, bogenförmige Kunststoffsegmente, die zusammen einen Innendurchmesser von 6,7 Millimeter haben. Die durchsichtigen Kunststoffsegmente bestehen aus PMMA (Polymethylmetacrylat), welches seit ca. 30 Jahren als Linsenersatz beim Grauen Star implantiert wird. Die Implantation dieser Ringsegmente wird in Deutschland seit 1996 durchgeführt und wurde 1999 auch von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassen. Je nach Ringstärke kann eine Kurzsichtigkeit zwischen - 1 dpt. und - 3 dpt. korrigiert werden. Das Verfahren hat sich trotz des Vorteils der Reversibilität durchsetzen können.

Indikation

— Kurzsichtigkeit bis ca. -3 dpt, es sollte keine Hornhautverkrümmung vorliegen.

Die ICRS finden auch bei einem Keratokonus Anwendung. In diesem Fall werden sie eingesetzt, um die geschädigte und verdünnte Hornhaut zu stabilisieren. Durch die Implantation wird die Krankheitsursache zwar nicht beseitigt, den Patienten ist es aber oftmals wieder möglich, eine Brille zu tragen und damit eine bessere Sehschärfe zu erzielen.


Eigenschaften

— Die Korrektur findet außerhalb des optischen Zentrums statt.
— Effekt ist gut voraussehbar.
— Für einige Wochen sind Sehschwankungen möglich.
— Effekt ist reversibel (Implantat kann entfernt werden).
— Nachkorrektur durch Austausch des Ringes möglich.


Operation

Die Operation wird bei örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Die Operation erfordert einen erfahrenen Augenchirurgen.

Intrastromale corneale Ringsegment im Hornhauttunnel Mit einem speziellen Diamantmesser wird ein kleiner, etwa 1,8 mm langer und ca. 0,4 mm tiefer Schnitt in die periphere Hornhaut gelegt. Durch die Öffnung werden mit einem sichelförmigen Spezialinstrument zwei halbkreisförmige Kanäle präpariert. Alternativ kann dafür auch der Femtosekundenlaser verwendet werden.
   
Intrastromale corneale Ringsegmente in der Hornhaut Nun wird der zweiteilige Kunststoffring (jedes der zwei halbrunden Plastikstücke hat eine Bogenlänge von 150°) durch diese Kanäle am Rand der Hornhaut geschoben. Dadurch wird die zentrale Hornhaut abgeflacht und der Brechungsfehler korrigiert.
 
 
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