Die Femto-LASIK unterscheidet sich von der LASIK in einem Punkt: In der Präparation des Hornhautscheibchens. Während bei der LASIK ein mechanisches Mikrokeratom verwendet wird, kommt bei der Femto-LASIK ein berührungsfrei arbeitender, computergesteuerter Laser, der Femtosekundenlaser  zum Einsatz. 

Synonyme

Laser-LASIK, All-Laser-LASIK, Intra-LASIK, Intralase-LASIK 

Indikation / Anwendungsbereich

Über 90% aller fehlsichtigen Patienten sind für die LASIK-Laserkorretur geeignet. An den VSDAR Kliniken, die alle über einen oder mehrere Femtosekundenlaser verfügen, wird die LASIK heutzutage überwiegend als Femto-LASIK durchgeführt.

Vorteile der Femto-LASIK 

Die Eigenschaften der Femto-LASIK entsprechen denen der LASIK
Durch Einsatz des Femtosekundenlasers bei der Präparation der Hornhautlamelle bietet die Femto-LASIK zusätzlich:

Hohe Präzision
Bei der Femto-LASIK werden mit dem Femtosekundenlaser homogene, gleichmäßig dicke Hornhautlamellen mit exakt reproduzierbarem Durchmesser erzeugt. Bei Mikrokeratomen sind Schwankungen der Lamellendicke von 50 µm die Regel – der Laserschnitt mit dem Femtosekundenlaser hat hingegen eine Toleranz von lediglich 5 µm. Darüber hinaus ist die mit dem Femtosekundenlaser präparierte Hornhautlamelle stabiler und lässt sich nach der Korrektur zuverlässig und präzise wieder an die alte Stelle zurücklegen.

Hohe Sicherheit
Durch die Präzision des Femtosekundenlasers werden schnittbedingte Komplikationen bei der Femto-LASIK eliminiert. Bei einem unvollständigen Schnitt kann man - da die Hornhaut gewissermaßen nur unterirdisch durchtrennt wurde - einfach neu ansetzen, ohne damit größere Komplikationen zu riskieren. Außerdem sind Infektionen nahezu ausgeschlossen, da bei einem Laserschnitt keine Keime übertragen werden können. Auch Epitheleinwachsungen werden praktisch nicht mehr beobachtet.

Sehr gute Ergebnisse
Durch die hohe Präzision des Lasers lässt sich das Ergebnis einer Femto-LASIK noch besser berechnen. Die Korrektur der Fehlsichtigkeit wird noch genauer als bei der LASIK.

Ablauf der Femto-LASIK-Operation

Zu Beginn der Operation wird ein Fixierring auf das Auge gesetzt. Darauf wird ein Kontaktglas platziert, über welches die Laserstrahlen des Femtosekundenlasers computergesteuert in einer vorberechneten Tiefe der Hornhaut fokussiert werden. Dabei wird ein leichter, kurzer Druck auf das Auge ausgeübt. Die Hornhautlamelle entsteht, indem viele tausend Laserpulse in einer Ebene aneinander gereiht werden. 

Wie bei der LASIK wird jetzt der Hornhautdeckel mit einem feinen Instrument aufgeklappt und die Fehlsichtigkeit durch Modellieren der Hornhaut mit dem Excimer Laser korrigiert. 

Kurzsichtigkeit wird korrigiert, indem die Hornhaut im Zentrum abgeflacht wird. Bei Weitsichtigkeit wird die Hornhaut um das Zentrum ringförmig abgetragen. Eine bestehende Hornhautverkrümmung wird bei einer Korrektur der Kurz- oder Weitsichtigkeit mit behandelt. Die Oberfläche der Hornhaut wird dabei so abgetragen, dass sie der Kugelform angenähert wird. 

Zum Schluss wird das Hornhautscheibchen wieder zurückgelegt, haftet von selbst und schützt als körpereigenes Pflaster die Wunde. Die Wundheilung verläuft im Inneren der Hornhaut eigenständig, langsam und gleichmäßig.

Der Heilungsprozess verläuft in der Regel rasch und schmerzfrei. Der Patient erreicht schnell die volle Sehkraft.

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