Monovision LASIK

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Unter der Monovision-LASIK versteht man ein besonderes LASIK-Verfahren, bei dem in einem Auge die Weitsicht und im anderen Auge die Nahsicht korrigiert wird. Das Gehirn muss sich in diesem Fall jeweils an das Objekt anpassen, welches der Betrachter gerade fixiert.

Die Operation wird unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und entspricht dem herkömmlichen LASIK- oder Femto-LASIK-Verfahren: Im ersten Schritt der Operation wird mit dem Femtosekundenlaser (oder alternativ mit dem Mikrokeratom) ein Hornhautdeckel (Flap) präpariert und aufgeklappt. Anschließend wird die Hornhaut mit dem Excimer Laser modelliert und damit die Brechkraft der Hornhaut optimiert. Zum Schluß wird der Flap zurückgeklappt. 

Im Unterschied zur herkömmlichen Operation werden bei der Monovision-LASIK beide Augen unterschiedlich korrigiert: Am dominanten Auge wird die Fehlsichtigkeit vollständig korrigiert, am nicht dominanten Auge dagegen nur zum Teil. In anderen Worten: Bei bestehender Kurzsichtigkeit wird das nicht dominante Auge ca. -1,25 dpt kurzsichtig gelassen, bei einer Weitsichtigkeit ca. -1,25 dpt kurzsichtig gelasert. Nach der Operation nutzt der Patient das vollständig korrigierte Auge für das Sehen in der Ferne und das teilweise korrigierte Auge für das Sehen in der Nähe. 

Die Monovision stellt eine besondere Herausforderung an das Gehirn dar: Es muss erst lernen, sich auf die Differenz in der Wahrnehmung der beiden Augen einzustellen. Patienten, die eine Monovision-LASIK in Erwägung ziehen, wird dringend geraten, die Monovision vor der Operation mit Kontaktlinsen simulieren zu lassen. Mit dieser Simulation kann eingeschätzt werden, wie gut die Monovision toleriert wird. Sollte trotz Kontaktlinsenversuch die Monovision nicht vertragen werden, kann das unterkorrigierte Auge jederzeit auf die Ferne korrigiert werden.

Die Monovision LASIK ist in der Lage, für einige Patienten ab dem 40. Lebensjahr den Bedarf für eine Lesebrille zu verringern. Eine Brille ist jedoch z.B. beim Autofahren bei Nacht oder zum längeren Lesen häufig noch erforderlich. 

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