Lexikon

A

 
  • Aberrometer

    Gerät zur Bestimmung der objektiven und der quantitativen Abbildungsfehler des menschlichen Auges mittels einer Wellenfrontmessung. Neben den Brechkraftfehlern wie Sphäre und Zylinder lassen sich auch andere, die Abbildungsqualität beeinträchtigende Effekte, sogenannte "Aberrationen" (Abweichungen der Wellenfront von der Norm) oder "Streulichtfehler" ermitteln. 

  • aberrometrie-gesteuerte LASIK

    Induvidualisierte, "maßgeschneiderte" Lasik, bei der der individuelle, mit dem Aberrometer (basierend auf der Wellenfrontmessung) ermittelte Gesamtbrechkraftfehler des Auges berücksichtigt wird. 

  • Acufocus

    Hornhautimplantat der US-amerikanischen Firma AcuFocus für alterssichtige Patienten, welches nur in ein Auge implantiert wird und eine weitgehende Unabhängigkeit von der Lesebrille ermöglicht. Wird inzwischen unter der Bezeichnung KAMRA Inlay angeboten. Siehe auch Presbyopiekorrektur

  • Add (Addition)

    Zeigt die Stärke des Zusatzes für den Leseteil der Brille, d.h. die Addition für gute Sicht in der Nähe. Der Wert, z.B. +2 dpt. wird zur Sphärenkorrektur dazuaddiert. siehe auch Alterssichtigkeit.

  • Astigmatische Keratotomie

    Hornhautverfahren, bei dem mit kleinen bogenförmigen Schnitten am Rande der Hornhaut eine starke Hornhautverkrümmung ab 3 dpt reduziert wird. Die Schnitte erfolgen mit dem Skalpell oder mit dem Femtosekundenlaser. 

  • Akkomodation

    Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung durch kugelförmige Veränderung des Linsenkörpers

  • Alterssichtigkeit

    Auch Presbyopie. Mit zunehmendem Alter lässt bei jedem Menschen die Fähigkeit der Augenlinse nach, sich automatisch auf unterschiedliche Entfernungen scharf zu stellen, insbesondere geht dabei die Naheinstellungsfähigkeit des Auges verloren. Daher benötigt man zum scharfen Sehen in der Nähe eine "Lesebrille", dessen Brechkraftverstärkung Addition genannt wird.

  • Argon-Laser

    Laser, der das Prinzip der Photokoagulation ausnutzt. Anwendungsgebiete in der Augenheilkunde sind Netzhautlöcher, diabetische Retinopathie, Gefäßverschlüsse und altersbedingte Makuladegeneration. Weitere Informationen.

  • Artiflex, Artisan

    Phake Vorderkammerlinsen der Firma OPHTEC. Wird als zusätzliche Linse ins Auge vor die Regenbogenhaut eingesetzt und an selbiger fixiert. Aus faltbarem Acryl.
    > Informationen des Herstellers: www.ophtec.com

  • Asphärische Korrektur

    Speziell geschliffene Intraokularlinse bzw. modifiziertes Laserabtragprofil, das die Beugung des Lichts an der Hornhaut kompensiert. Die „Asphäre“ weicht von der idealen Form der Kugelgestalt (Sphäre) ab.

  • Astigmatismus

    Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit. Ist immer dann vorhanden, wenn die Hornhautoberfläche von der idealen Kugeloberfläche abweicht. Einer der häufigsten Brechkraftfehler, der mit Zylindergläsern in entsprechender Achslage korrigiert wird. 

  • Augenlaser

    Laser mit therapeutischem Einsatz in der Augenheilkunde. Eingesetzt u.a. zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten (Excimer-Laser), aber auch zur Behandlung von Netzhautveränderungen (Argon-Laser), Grünem Star oder Nachstar (YAG-Laser) 

B

 
  • Barraquer, José I.

    José I. Barraquer (1916-1998) widmete sein ganzes Leben und Schaffen der Verwirklichung der Idee, die Brechkraft des Auges durch das "re-shaping" der Hornhaut zu optimieren. 1964 führte er erstmals in der Mitte der Hornhaut eine Entfernung von kollagenem Stromagewebe durch, um durch die Abflachung eine Korrektur der Kurzsichtigkeit zu erreichen. Er nutzte von da an den Begriff "Keratomileusis" für Techniken, bei denen lamellär Hornhautgewebe entfernt wurde um die Hornhautkurvatur und damit die Brechkraft zu ändern. Seine Arbeit legte den Grundstein für die heute angewendeten Verfahren PRK und LASIK, er wird heute vielfach als Vater der refraktiven Chirurgie bezeichnet.

  • Bioptic, Bioptics, Bioptik

    Bioptics ist die Kombination einer Linsenimplantation mit anschließender LASIK. Durch die primäre Implantation einer intraokularen Kunstlinse können extreme Brechkraftfehler ausgeglichen werden, wobei die Hornhaut zunächst unbeeinflusst bleibt. Die im Zeitintervall durchgeführte LASIK ermöglicht eine Feinkorrektur der Restfehlsichtigkeit.

  • Brennpunkt

    Schnittpunkt der Strahlen nach der Brechung durch eine Linse.

  • Brechkraft

    Maß für die Strahlenablenkung der Lichtstrahlen auf einen Brennpunkt, wird in Dioptrien (Dpt.) angegeben.

C

 
  • Cycloplegie

    Meist medikamentös bedingte Lähmung des Ziliarmuskels. Das Auge kann nicht mehr akkommodieren bzw. auf die Nähe scharf einstellen.

  • Cataract

    Auch Katarakt, Grauer Star. Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse.

  • Clear Lens Extraction

    Linsenersatz oder Linsenaustausch, jetzt bezeichnet als refractive lens exchange. Entfernung der körpereigenen Linse und Einsetzen einer intraokularen Kunstlinse zur Korrektur verschiedenster Fehlsichtigkeiten (Presbyopie, Astigmatismus, Myopie, Hyperopie, kombinierte Brechungsfehler). Zumeist ab dem 40. Lebensjahr, wenn die Altersweitsichtigkeit einsetzt oder bereits eine Trübung der körpereigenen Augenlinse vorliegt.

  • Cornea

    Auch Kornea. Hornhaut des Auges.

  • Cross Linking (CCL)

     Verfahren zur Behandlung eines Keratokonus oder einer Keratektasie durch die Kombination von Riboflavin-Augentropfen und UVA-Licht. Nach der Durchdringung der Hornhaut mit dem Medikament Riboflavin regt die Bestrahlung mit UVA-Licht die Kollagenquervernetzung in der Hornhaut an, stabilisiert diese und kann somit das Fortschreiten eines Keratokonus schon im Frühstadium stoppen. 

  • Customized Ablation

    Auf diagnostischen Geräten wie Hornhauttopographie oder Wellenfront basierende LASIK. Da die bei der Topographie ermittelten Daten mit in den Laser gespeist werden, können die individuellen Hornhautirregularitäten oder Aberrationen des Auges bei der Behandlung gezielt korrigiert werden (Siehe auch iLASIK).

D

 
  • Diffuse Lamelläre Keratitis (DLK)

    Seltene postoperative Komplikation nach LASIK-Operation im Sinne einer sterilen Entzündung im Schnittbett. Es handelt sich um eine multifaktorielle Erkrankung, die von unterschiedlichen Substanzen ausgelöst werden kann, u.a. auch von Endotoxinen (von Bakterien abgegebene gewebeschädlichen Substanzen). Weitere Informationen

  • Dioptrien

    Maßeinheit der Brechkraft (Refraktion) des Auges, wird bei Kurzsichtigkeit in negativen und bei Weitsichtigkeit in positiven Werten angegeben. Abkürzung: Dpt.

E

 
  • ELSA

    Excimer Laser Subepitheliale Ablation, siehe auch LASEK.

  • Epi-LASIK

    Oberflächliche Laser in situ Keratomileusis. Die Epi-LASIK Methode ist eine Weiterentwicklung der PRK und LASEK, bei der das Hornhautepithel (die oberste Deckschicht der Hornhaut) mit einem stumpfen Mikrokeratom zur Seite geschoben wird. Dann wird eine Oberflächenbehandlung (PRK) durchgeführt. Die oberste Deckschicht kann zurückgelegt oder verworfen werden. Es kommt eine therapeutische Kontaktlinse zur Anwendung. 

  • Excimer-Laser

     Excimer-Laser erzeugen elektromagnetische Strahlung im ultravioletten Wellenlängenbereich und können durch das Prinzip der Photoablation Oberflächen modellieren. In der Augenheilkunde wird der Excimer Laser seit Beginn der 80er Jahre zur Fehlsichtigkeitskorrektur an der Hornhaut eingesetzt. 

  • Eye Tracker, Eye Tracking Systems

    Kontrollsysteme, die in moderne Augenlaser integriert sind und unwillkürliche, nicht zu unterdrückende Augenbewegungen automatisch ausgleichen. 

F

 
  • Fehlsichtigkeit

    Auch Ametropie. Brechkraftfehler, z.B. aufgrund eines zu kurz oder zu lang gewachsenen Auges. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden nicht auf der Netzhaut, sondern davor (Myopie, Kurzsichtigkeit) oder dahinter (Übersichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hyperopie) vereinigt. Bei einer starken Hornhautverkrümmung vereinigen sich die Lichtstrahlen auf der Netzhaut nicht punktuell, sondern werden gestreut.

  • Femtosekundenlaser

     Infrarot-Laser, der anstelle des Mikrokeratoms zur Präparation des Hornhautflaps eingesetzt wird. Der eigentliche Hornhautabtrag erfolgt weiterhin mit dem Excimer-Laser. Der Femtosekundenlaser ist ein Festkörperlaser ("solid state"). Weitere Informationen. 

  • Flap

    Hornhautdeckelchen, das bei der LASIK durch das Einschneiden der Hornhaut mit einem Mikrokeratom und bei der Femto-LASIK durch das Wirken des Femtosekundenlasers entsteht. Der Flap wird vor der Laserbehandlung aufgeklappt und abschließend wieder zugeklappt. Er schützt die entstandene Wunde wie ein körpereigenes Pflaster.

  • FLEx (Femtosekunden Lentikel Extraktion)

    Modernes, relativ neues Verfahren zur Behandlung der Kurzsichtigkeit, auch bezeichnet als "ReLEx smile LASIK", bei der die Korrektur der Fehlsichtigkeit ausschließlich mit dem Femtosekundenlaser erfolgt. Der Femtosekundenlaser präpariert zunächst innerhalb der Hornhaut ein linsenförmiges Stück Gewebe (Lentikel) und anschließlich eine winzige Öffnung, über die der Lentikel entfernt wird. Durch die resultierende Änderung der Brechkraft der Hornhaut wird die Fehlsichtigkeit korrigiert. Es wird kein Excimer-Laser mehr benötigt. 

  • flying spot laser

    Laser der neuen Generation. Ein Laserspot mit 1-2 mm Durchmesser, trägt äußerst präzise und computergesteuert Hornhautgewebe ab.

G

 
  • Grauer Star

    Auch Katarakt, Cataract. Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse.

  • Grüner Star

    Auch Glaukom. Meist chronische Augenerkrankung mit zeitweise oder dauernd erhöhtem Augeninnendruck, später häufig auch einhergehend mit Sehnervenatrophie, Gesichtsfeldausfällen und Minderung der Sehkraft.

H

 
  • Halo

    Möglicher Nebeneffekt nach Augenlaseroperationen wie LASEK / PRK oder LASIK. Um Lichtquellen erscheinen vergrößerte Lichthöfe, vor allem in der Dämmerung oder im Dunkeln. 

  • Holmium Laser

    Infrarot-Laser, dessen Wirkung über Temperaturen erzielt wird. Das behandelte Gewebe wird thermisch geschrumpft.

  • Honorarvereinbarung

    Festlegung des ärztlichen Honorars vor der Erbringung einer Privatleistung mit Festlegung der individuellen Steigerungssätze.

  • Hornhautdicke

    Entscheidend für hornhautchirurgische Eingriffe. Da nicht unbegrenzt viel Hornhautgewebe z.B. durch einen Laser abgetragen werden kann ohne die Stabilität der Hornhaut zu gefährden, ergeben sich Grenzen für die Verfahren. Messung mittels optischer Verfahren oder per Ultraschall.

  • Hornhauttopographie

     Diagnostisches Verfahren, bei dem die Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut berechnet und graphisch dargestellt wird. Individuelle Irregularitäten, die z.B. in einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)  resultieren, können dargestellt werden. Moderne LASIK-Verfahren berücksichtigen hornhaut-topografische Daten bei der Korrektur der Fehlsichtigkeit.

I

 
  • IGEL

    Katalog der individuell zu finanzierenden Gesundheitsleistungen. Enthält die ärztlichen Leistungen, deren Bezahlung laut Bundesärztekammer nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Zu den IGEL zählen u.a. Glaukom-Früherkennungsuntersuchungen bei jungen Patienten bei fehlendem Verdacht und auch alle Verfahren der refraktiven Chirurgie. Hinweis: Behandlungen, die z.B. aufgrund von Spätkomplikationen notwendig sind, werden von den Kassen übernommen.

  • iLASIK

    Ultra-präzise, individuelle LASIK. Kombination von Femto-LASIK und Wellenfront-LASIK, alle Schritte der Operation werden individuell angepasst. Weitere Informationen.

  • Indikation

    Im medizinischen Sinne: Voraussetzungen, die für einen bestimmten Eingriff/eine Behandlung sprechen.

  • INTRACOR

     Augenlaserverfahren zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Die Behandlung, bei der ausschließlich ein Femtosekundenlaser zum Einsatz kommt, vollzieht sich völlig berührungsfrei, ohne dass Hornhaut oder Augapfel geöffnet werden müssen. Es entsteht keine offene Wunde und somit auch kein Infektionsrisiko. Weitere Informationen

  • Intracorneales Hyperopie Implantat, IHI

    Auch: Permavision Implantat. Die PermaVision Linse der Firma Anamed, Inc. (USA) kann eine Alternative für hyperope Patienten ab +3 Dioptrien ohne nennenswerten Astigmatismus bieten. Wie bei der LASIK wird auch hier ein Hornhaut-Flap präpariert. Die PermaVision Linse wird unter diesen Flap in die Hornhaut eingebettet, ändert damit deren Brechkraft und korrigiert den Sehfehler. Die Implantation der Linse erfordert keine Naht. Die Linse kann jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden (reversibles Verfahren). Die Linse besteht aus einem Hydrogel, welches ähnliche Eigenschaften wie die inneren Hornhautschichten aufweist. Das Verfahren hat sich nicht durchgesetzt.

K

 
  • KAMRA Inlay

    Ging aus dem AcuFocus Hornhautimplantat hervor. Hauchdünne "Mini-Blende" von ca. 5 µm Dicke, die in die Hornhaut in der Regel eines Auges eingesetzt wird, um die Abhängigkeit von der Lesebrille zu reduzieren.  

  • Katarakt

    Auch Cataract, Grauer Star. Meist altersbedingte Trübung der Augenlinse.

  • Keratektasie

     Vorwölbung der Hornhaut, die eine mäßige bis erhebliche Verschlechterung des Sehvermögens zur Folge hat, da es zu einer verzerrten Abbildung der Umwelt kommt. Eine Keratektasie kann als extrem seltene Komplikation nach einer LASIK-Operation auftreten. Laut der wissenschaftlichen Literatur wurden weltweit nur 43 Fälle beschrieben, von denen 88% durch eine sorgsame Diagnostik (z.B. Ausschluss einer genetisch bedingten Hornhautschwäche) und verantwortungsvoller Behandlung (Beachten einer ausreichenden Restdicke der Hornhaut nach dem Lasern) vermeidbar gewesen wären. 
    Zur Stabilisierung der verdünnten Hornhaut aufgrund einer Keratektasie kann das Crosslinking eingesetzt werden. 

  • Keratokonus

     "Hornhautkegel", kegelförmige Vorwölbung der Mitte der Augenhornhaut bei gleichzeitiger Verdünnung des Gewebes, die zu einem Brechungsfehler (Kurzsichtigkeit, irregulärer Astigmatismus) führt und mit Trübung in der Hornhautspitze verbunden sein kann. Ursache ist meist eine erbliche Entwicklungsstörung. Eine Verbesserung des Sehvermögens kann durch spezielle Kontaktlinsen oder die Implantation von ICRS / Intacs erreicht werden. Zur Stabilisierung der verdünnten Hornhaut kann das Crosslinking eingesetzt werden. 

  • Keratom

    Automatischer Präzisionshobel, mit dem bei der LASIK das Hornhautscheibchen zu 90% eingeschnitten (Flap) wird. Seit 2004 gibt es neben dem mechanischen Keratom (Mikrokeratom) auch ein Laserkeratom, den Femtosekundenlaser.

  • Keratomileusis

    Von José I. Barraquer (1916-1998) geprägter Begriff. Er führte 1964 erstmals im Hornhautzentrum eine Exzision von cornealem Stromagewebe durch, um eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Von da an nutzte er den Begriff "Keratomileusis" für Techniken, bei denen lamellär Hornhautgewebe entfernt wurde, um die Hornhautkurvatur und damit die Brechkraft zu ändern. Seine Arbeit legte den Grundstein für das heute angewendete LASIK-Verfahren, er wird heute vielfach als Vater der refraktiven Chirurgie bezeichnet.

  • Kontraindikation

    Im medizinischen Sinne: Voraussetzungen, die einen bestimmten Eingriff/eine Behandlung verbieten.

  • Kunstlinse

    Kunststofflinsen aus Acrylat, PMMA oder Silikon, die zur Korrektur eines Brechkraftfehlers in das Auge implantiert wird. Am häufigsten eingesetzt bei der Operation des Grauen Stars, bei der die körpereigene, trübe Augenlinse entfernt wird (Linsenaustausch). Kunstlinsen werden aber auch als zusätzliche Linse (phake Linse) implantiert, um hohe Brechkraftfehler zu korrigieren. Je nach ihrer Positionierung im Auge unterscheidet man Vorderkammerlinsen und Hinterkammerlinsen

  • Kurzsichtigkeit

    Auch Myopie. Bei der Achsenmyopie ist das Auge zu lang gewachsen, bei der Brechungsmyopie ist der Brechkraftwert der Hornhaut zu stark. Dadurch liegt der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen nicht auf, sondern vor der Netzhaut. In der Nähe sieht man scharf, etwas weiter entfernte Gegenstände können jedoch nur verschwommen erkannt werden.

L

 
  • LASEK

    Laser Epithelial Keratomileusis, manchmal auch als ELSA bezeichnet.

    Die LASEK Methode ist eine Weiterentwicklung der PRK, bei der das Hornhautepithel (die oberste Deckschicht des Auges) mit Alkohol abgelöst und aufgerollt wird. Anschließend wird eine PRK durchgeführt und zum Schluss die oberste Deckschicht wieder darüber gerollt und mit einer therapeutischen Kontaktlinse abgedeckt.

  • Laser

    [engl.: light amplification by stimulated emission of radiation] Geräte, die monochromatisches (einfarbiges), paralleles Licht aussenden. Die Wellenlänge des Lichtes bestimmt seinen Charakter. In der refraktiven Chirurgie spielen der Excimer-Laser und der Femtosekundenlaser eine bedeutende Rolle. Laser in der Augenheilkunde.

  • Laserkeratom

    Laser, der bei der Femto-LASIK die Präparation des Hornhautscheibchens (Flap) übernimmt. Siehe auch Femtosekundenlaser, Mikrokeratom oder Laserkeratom und Mikrokeratom im Vergleich.

  • Laser-LASIK

    Andere Bezeichnung für die Femto-LASIK.

    Verfahren, bei dem für die Präparation des Hornhautdeckelchens (Flap) der Femtosekundenlaser anstelle des konventionellen Mikrokeratoms verwendet wird. Auch genannt Femtec-LASIK, Intra-LASIK oder IntraLase-LASIK.

  • Laser-Linsenaustausch

    Linsenaustausch, bei dem der Femtosekundenlaser für das Anlegen des Hornhautschnittes, die Eröffnung der Linsenkapsel und die Zerkleinerung der Augenlinse eingesetzt wird. Eine bestehende Hornhautverkrümmung kann ebenfalls in gleicher Sitzung mit dem Femtosekundenlaser korrigiert werden.

  • LASIK-TÜV

    Gütesiegel, welches auf Initiative des VSDAR vom TÜV Süd an Kliniken verliehen wird, die sich aufbauend auf einer ggf. bereits vorhandenen DIN EN ISO 9001:2000 Zertifizierung einer zusätzlichen Prüfung unterziehen. Die relevanten Kriterien des LASIK-TÜVs sind Ergebnisqualität, Erfahrung des Operateurs, OP-Zahlen, Komplikationsrate, Hygiene-Standards, technische Ausstattung und Patientenzufriedenheit objektiv begutachtet und verifiziert. Die Prüfung wird durch einen technischen Gutachter des TÜV-SÜD, einen Augenarzt als medizinischer Gutachter und einen Hygiene-Spezialisten vorgenommen. Weitere Informationen.

  • Linsenimplantat

    Unter Beibehalt der körpereigenen Linse wird eine weitere Linse zur Korrektur der Fehlsichtigkeit in das Auge implantiert (siehe auch ICL, Artisan-Linse, Aycrysof Cachet).

  • Lokalanästhesie

    Örtliche Betäubung des Operationsfeldes. Bei Augenoperationen bedeutet dies, dass lokal der Schmerz am zu operierenden Auge ausgeschaltet wird, der Patient ist sonst bei vollem Bewusstsein. Erfolgt in der Regel nur durch Augentropfen.

M

 
  • Monovision LASIK

    Spezielles LASIK Verfahren, mit dem neben der Kurz- oder Weitsichtigkeit und einer begleitenden Hornhautverkrümmung auch die Alterssichtigkeit korrigiert werden kann. Die Augen werden so gelasert, dass ein Auge in der Ferne und das andere Auge in der Nähe scharf sieht. Das Gehirn muss sich in diesem Fall jeweils an das Objekt anpassen, welches der Betrachter gerade fixiert. In der Regel wird das dominante Auge für die Ferne gelasert und das nicht-dominante Auge für die Nähe.  

  • Multifokallinse

    Intraokulare Linse, die aus mehreren Ringen mit unterschiedlicher Brechkraft bestehen. Diese projizieren ein Nah- und ein Fernbild auf die Netzhaut. Durch die Verteilung des einfallenden Lichtes auf mehrere Brennpunkte ermöglicht die multifokale Linse ein scharfes Sehen sowohl in der Nähe wie auch in der Ferne und ist damit zur Korrektur einer Kurz- oder Weitsichtigkeit in Verbindung mit der Alterssichtigkeit geeignet. Es verschiedene Multifokallinsen, die auf unterschiedliche Nahentfernungen scharf stellen. Beispiele: AcrySof ReStor, ReZoom. Siehe auch Presbyopiekorrektur.  

  • Munnerlyn Formel

    Zur Berechnung des Hornhautabtrags d [in µ] durch den Laser in Abhängigkeit von dem Durchmesser der optischen Zone z [in mm], der zu korrigierenden Fehlsichtigkeit p [in dpt] und einer laserspezifischen Konstanten düz:

    Beispiel: düz für Technolas 217z = 10%

N

 
  • Nd-YAG Laser

    Der kurzgepulste 1064nm-Nd:YAG-Laser arbeitet nach dem Prinzip der Photodisruption und findet Verwendung im vorderen Augenabschnitt, z.B. bei der YAG-Laser-lridotomie zur Verhinderung eines Glaukomanfalls. Ein weiteres Einsatzgebiet des YAG-Lasers ist die Behandlung des sogenannten Nachstars, der häufig nach Linsenoperationen mit Austausch der eigenen Linse und Einsatz einer Kunstlinse auftritt. Weitere Informationen.

O

 
  • optisches System (des Auges)

    Es besteht aus Hornhaut, Linse und Glaskörper und lenkt ankommende Lichtstrahlen (Bilder, die wir sehen) so ab, dass sie in einem Brennpunkt zusammentreffen, der im Idealfall genau auf der Netzhaut liegt.

P

 
  • Pachymeter

    Dient zur Bestimmung der Dicke der Hornhaut meist mittels Ultraschall, aber auch optische Messysteme finden immer häufiger Anwendung. Je höher die Fehlsichtigkeit, desto höher der notwendige Hornhautabtrag mit dem Laser. Die Vermessung der Hornhautdicke vor der Operation stellt sicher, dass die Hornhaut auch nach der LASIK noch stabil (dick) genug ist. Siehe auch Munnerlyn Formel.

  • Permavision Implantat

    Intracorneales Hyperopie Implantat, IHI. Hat sich zur Korrektur der Weitsichtigkeit nicht bewährt.

  • Phake Linse

    Kunstlinse, die zusätzlich zur körpereigenen Linse in die Vorderkammer  (z.B. Artisan, Artiflex, Verisyse, Veriflex) oder in die Hinterkammer (ICL, PRL) des Auges implantiert wird (Linsenimplantat). Das Auge behält seine Akkommodationsfähigkeit. 

  • PresbyLASIK

     Ein spezielles LASIK Verfahren, mit dem neben der Kurz- oder Weitsichtigkeit und einer begleitenden Hornhautverkrümmung auch die Alterssichtigkeit korrigiert werden kann. Bei der Presbylasik werden jedoch - ähnlich dem Prinzip multifokaler Kunstlinsen – mehrere Brennpunkte im Auge erzeugt, so dass Sehen in unterschiedlichen Distanzen wieder möglich wird.  

  • Presbyopie

    Alterssichtigkeit. Mit zunehmendem Alter lässt bei jedem Menschen die Fähigkeit der Augenlinse nach, sich automatisch auf unterschiedliche Entfernungen scharf zu stellen, insbesondere geht dabei die Naheinstellungsfähigkeit des Auges verloren. Daher benötigt man zum scharfen Sehen in der Nähe eine "Lesebrille". Alternativ stehen einige operative Verfahren zur Verfügung, die die Abhängigkeit von der Lesebrille reduzieren können (Presbyopiekorrektur).

  • PRK

    Photoablative Refraktive Keratektomie.

    Laserabtrag an der Hornhaut-Oberfläche mit dem Excimer-Laser. Es wird kein Lasik-Flap benötigt. Wird häufig eingesetzt bei Patienten bei denen die Hornhaut zu dünn für eine LASIK ist. Siehe auch LASEK.

  • Pupillometer

    Ermöglicht die genaue Vermessung des Pupillendurchmessers ob bei Helligkeit, in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Dies ist besonders wichtig, da bei einer LASIK die dunkeladaptierte Pupille als minimales Maß für die Korrekturzone gewählt wird, um Nachtsichtprobleme zu vermeiden.

R

 
  • Refraktion

    Messung der Brechkraft des Auges oder auch Strahlenablenkung, Maßeinheit sind Dioptrien (dpt.).

  • Re-LASIK, Retreatment

    Nochmalige LASIK-Operation zur Behebung einer Restfehlsichtigkeit. In wenigen Fällen notwendig, wenn mit der ersten LASIK-Operation nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden konnte.

  • Radiäre Keratektomie

    Durch radiäre Schnitte in die äußere Hornhaut wird die Hornhautmitte in ihrer Spannung entlastet und flacht sich ab. Aufgrund der Nebenwirkungen heute obsolet. 

S

 
  • Sammellinse

     Konvexe Linse (Brillenglas), kommt bei Weitsichtigkeit zum Einsatz. Die Linse bündelt einfallende Lichtstrahlen, so daß das Bild weiter vorn auf der Netzhaut scharf abgebildet wird. 

  • Sicca Syndrom/ Symptomatik

    Sogenanntes "trockenes Auge". Tränensekretionsstörung, die sich in leichter Rötung des Auges und/oder Sandkorngefühl und leichter Ermüdbarkeit der Augen äußert. Zur Therapie sind in der Regel benetzende Augentropfen ausreichend.

  • Sph (Sphäre)

    Gibt Dioptrien-Werte an. Kurzsichtigkeit wird in negativen Werten angegeben, z.B. -5,75 dpt. kurzsichtig, Weitsichtigkeit in positiven Werten, z.B. +3,5 dpt. weitsichtig.

T

 
  • Tonometrie

    Augeninnendruckmessung. Es gibt die sogenannte Non-contact-Tonometrie, bei der mittels eines Luftstoßes der Augendruck gemessen werden kann, bzw. die Goldmann-Applanationstonometrie, bei der die Hornhaut des Patienten berührt wird.

  • Topographie

    Höhen- und Krümmungsdarstellung der Hornhautoberfläche, siehe Topolink-LASIK.

  • Topolink-LASIK

    Individuelle Korrektur eines Brechkraftfehlers unter Berücksichtigung der Hornhauttopographie im Bereich der zu erzielenden optischen Zone. Es wird die Flächenbrechkraft der Hornhaut über die gesamte optische Zone korrigiert. Dieser Eingriff wird als Topolink-LASIK bezeichnet.

U

 
  • Überkorrektur

    Überschießender Effekt der Operation, Patient der z.B. kurzsichtig war, ist jetzt geringfügig weitsichtig, es besteht ein Restsehfehler.

  • Übersichtigkeit

    Weitsichtigkeit, Hyperopie. Meist ist das Auge zu kurz gewachsen. Der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen liegt daher nicht auf, sondern hinter der Netzhaut. Weit entfernte Gegenstände können scharf erkannt werden, in der Nähe sieht man nur ungenau. 

  • Unterkorrektur

    Effekt der Operation war nicht ausreichend genug, es besteht ein Restsehfehler.

V

 
  • Visus

    Von Ärzten benutzte Bezeichnung für Sehschärfe, wird in logarithmischen Linien angegeben.

W

 
  • Weitsichtigkeit

    Auch Übersichtigkeit, Hyperopie. Meist ist das Auge zu kurz gewachsen. Der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen liegt daher nicht auf, sondern hinter der Netzhaut. Weit entfernte Gegenstände können scharf erkannt werden, in der Nähe sieht man nur ungenau.

  • Wellenfront-Technologie

    Neue Technologie zur Bestimmung des Gesamtbrechkraftfehler des optischen Systems Auge. Eine Welle parallelen Lichtes wird in das Auge geschickt und auf der Retina fokussiert. Die reflektierte Welle wird beim Austritt aus dem Auge durch ein Linsenarray geschickt und von einer CCD-Kamera aufgenommen. Bei einem idealen Auge bildet die reflektierte Welle eine ebene Wellenfront. Jede Abweichung von der ebenen Welle stellt einen Brechungsfehler dar, der mit dem Laser an der Hornhaut korrigiert werden kann. Dazu notwendig sind ein flying spot laser und rotationsfehlerfreier eye-tracker. Sie erlauben die ortsfehlerfreie Durchführung einer "customized ablation".

Z

 
  • Zyl (Zylinder)

     Gibt den Wert einer Hornhautverkrümmung in Dioptrien an, z.B. 1,5 dpt. In Deutschland wird meist mit Minuszylindern gerechnet/in den USA mit Pluszylindern; mit einer speziellen Formel lassen sich Angaben mit Minuszylindern in Pluszylinder umrechnen. 

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